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Koks statt Urlaubsgrüße: Deutscher Zoll fängt Drogen-Postkarte aus Spanien ab

Beim Potsdamer Zoll ist eine "berauschende Sendung" aus dem Verkehr gezogen. Der Wert beträgt mehrere tausend Euro, jetzt wird gegen den Absender aus Barcelona ermittelt

Nett verpackt: Diese Postkarte aus Barcelona wurde nach Deutschland geschickt und enthielt Koks im Wert von mehreren tausend Euro | Foto: Hauptzollamt Potsdam

| Potsdam, Deutschland | |

Es sollte wie ein Urlaubsgruß aus Spanien wirken, war jedoch eine Drogensendung: Dem deutschen Zoll ist es gelungen, eine Kokain-Postkarte aus Barcelona aus dem Verkehr zu ziehen. Wie der Potsdamer Zoll am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, ereignete sich der Vorfall am 9. Januar. Gegen den deutschen Empfänger wird jetzt ermittelt, gegen ihn ist ein "Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz" eingeleitet worden.

"In der auf den ersten Blick harmlos wirkenden Postkarte wurde anstelle netter Urlaubsgrüße eine silberfarbene Kunststofffolie mit einer weißen kristallinen Substanz verklebt", heißt es seitens des Zolls. Weitere Ermittlungen erhärteten den ersten Verdacht: "Ein durchgeführter Drogentest wies Kokain nach." Und das war nicht wenig: "Die Brutto-Menge beträgt knapp 65 Gramm", teilte die Pressesprecherin der Zollbehörde auf MM-Anfrage mit. In Deutschland kostet ein Gramm ungefähr zwischen 50 und 80 Gramm, damit dürfte der Wert der Sendung bei mehreren tausend Euro liegen.

Die Koks-Sendung aus Barcelona sollte an einen 45-jährigen Deutschen gehen. In wiefern die beiden Männer miteinander verwandt oder befreundet sind und ob sie gemeinsame Geschäfte machten, ist bisher noch nicht bekannt, so die Zoll-Sprecherin. All das sei jetzt Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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