Die heftigen Regenfällen der zurückliegenden Tage und Wochen sind an den Stauseen Mallorcas nicht spurlos vorbeigegangen. Die Wasserreservoirs, die die Inselhauptstadt Palma versorgen, haben sich nach Angaben des städtischen Versorgers Emaya "deutlich erholt" und liegen derzeit bei rund 59 Prozent ihrer Gesamtkapazität. Innerhalb nur einer Woche sei der Füllstand um gut 17 Prozentpunkte gestiegen – eine Folge der ergiebigen Niederschläge und der Schneefälle in der Serra de Tramuntana.
Besonders deutlich fällt die Entspannung der Lage demnach beim Stausee Gorg Blau aus. Dieser sei aktuell zu etwa zwei Dritteln gefüllt und damit "erheblich besser aufgestellt" als noch vor einer Woche, als der Pegelstand bei knapp 47 Prozent gelegen habe, zitiert die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" das Versorgungsunternehmen. Auch der benachbarte Stausee Cúber verzeichne Zugewinne: Sein Füllstand betrage nun gut 48 Prozent, nach rund 35 Prozent eine Woche zuvor. Zusammengenommen hatten beide Speicher damals lediglich etwas mehr als 42 Prozent ihrer Kapazität erreicht.
Im Jahresvergleich stellt sich die Situation ebenfalls günstiger dar. Ende Januar 2025 habe die gemeinsame Reserve der beiden Stauseen "deutlich niedriger als heute" gelegen, so das Unternehmen. Damit verfügen die natürlichen Wasserspeicher auch im Vergleich zum Vorjahr über spürbar mehr Wasser.
Der für Umweltfragen zuständige Vizebürgermeister Palmas und Präsident von Emaya, Llorenç Bauzá de Keizer, sprach von "sehr positiven Zahlen". Diese sorgten sowohl beim städtischen Wasserversorger als auch bei der Stadtverwaltung für "Zufriedenheit und Ruhe". Sie zeigten, dass Palma derzeit über "eine beachtliche Reserve an Frischwasser" verfüge. Diese sei wichtig, um auch trockenere Phasen im weiteren Jahresverlauf bewältigen zu können.
Gleichzeitig mahnte Bauzá zur Zurückhaltung. Trotz der erfreulichen Entwicklung habe ein sparsamer Umgang mit Wasser weiterhin Priorität.