Ein Urlaubsflug von Lübeck nach Mallorca ist an diesem Donnerstag wegen heftiger Sturmböen in eine dramatische Lage geraten. An Bord der Maschine befand sich unter anderem eine deutsche Seniorengruppe, die kurz vor ihrem Urlaubsziel gleich mehrfach zittern musste.
Bereits beim ersten Landeanflug auf Palma geriet das Flugzeug nach Passagierangaben in schwere Turbulenzen. Kurz vor dem Aufsetzen sackte die Maschine plötzlich spürbar ab. Die Crew reagierte umgehend und verteilte vorsorglich Spuckbeutel an die Reisenden. Viele der überwiegend älteren Urlauber erlebten die Situation als äußerst beunruhigend. Augenzeugen berichteten MM, dass sich mehrere Menschen an Bord übergeben mussten.
Doch die Nervenprobe ging weiter: Auch der zweite Anflug auf Mallorca musste wegen der anhaltend starken Sturmböen abgebrochen werden. Der Pilot startete erneut durch und hielt die Maschine zunächst in einer Warteschleife über dem Meer. Da sich die Wetterlage nicht ausreichend besserte, fiel schließlich die Entscheidung zur Umleitung.
"Wir dachten, der Flügel bricht ab"
Die Maschine nahm Kurs auf Ibiza. Zwar setzte das Flugzeug dort auf, doch auch diese Landung blieb den Passagieren in unangenehmer Erinnerung. "Die Landung auf Ibiza war so hart, dass es sich wie eine Bruchlandung anfühlte", schilderte eine Seniorin aus der Reisegruppe. Ein anderer Passagier sagte: "Wir dachten bei dem lauten Knall, dass der Flügel abbricht".
Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand. Für die Seniorengruppe bedeutete der Zwischenfall dennoch eine ungeplante Änderung der Reisepläne: Die Weiterreise nach Mallorca musste von Ibiza aus neu organisiert werden. Zwischenzeitlich sei es im hinteren Teil der Maschine zu einem Notfall gekommen, der das Eingreifen das Kapitäns und des Co-Piloten erfordert hätte, so Zeugen.
In der Folge stand die Maschine mehrere Stunden am Flughafen von Ibiza. Am Nachmittag flog der Flieger dann weiter nach Mallorca, wo eine sichere Landung erfolgte. Allerdings hatten auf Ibiza mehrere Reisende die Maschine verlassen, offenbar aus Angst, und sich per Fähre auf den Weg nach Palma gemacht.