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Hafengegend plötzlich total futuristisch: So schön sieht es nahe dem deutschen Konsulat in Palma jetzt aus!

Der Yachthafen Club de Mar wurde in den vergangenen Jahren komplett neu gebaut. Jetzt ist der Komplex fertig, die Gegend sieht aufgeräumt und wie ausgewechselt aus. Grund genug für eine MM-Ortsbegehung

Durchaus elegant, ja harmonisch fügt sich die nagelneue Anlage in die Umgebung ein | Foto: Patricia Lozano

| Palma, Mallorca |

Ästhetisch gelungen sind Bauwerke, die bei Betrachtern ein gewisses Wohlgefallen auslösen. Lässt man sich auf die vier nach fünf Jahren und 84 Millionen Euro Investitionen fertiggestellten Gebäude des piekfeinen Yachtvereins Club de Mar im Hafen von Porto Pi ein, so ist es das luftig-helle und zugleich nicht unelegante Selbstverständnis, das den Blick bannt. Das liegt an dem vielen Glas und Metall, das vom in Madrid beheimateten Architekturbüro „Entresitio” verarbeitet wurde. Hinzu kommt eine gewisse Naturverbundenheit, die durch zum Teil unerwartet dichte, hängende Gärten zum Ausdruck gebracht wird und eine Verbindung zum ebenfalls erst kürzlich fertig gewordenen, aufgegrünten Paseo Marítimo herstellt.

Bewegt man sich entlang des in Blickweite des deutschen Konsulats befindlichen Luxuskomplexes, so fällt auf, dass die meisten Räumlichkeiten noch nicht mit Mobiliar vollgestellt wurden. Ein breiter öffentlicher Fußweg durch den Bereich ist noch mit Plastikbarrieren abgesperrt. Drei Gebäude sind durch Stege verbunden. Offiziell soll das alles erst im Juni oder Juli feierlich eingeweiht werden.

Der neue Club de Mar wird nach Angaben des Architekturbüros zahlreiche Geschäfte, Lokale und sonstige Einrichtungen beherbergen: Restaurants und Cafés, Eisdielen, ein Fitnessstudio, ein Spa, Schwimmbecken, einen Kinderclub, Bootsverleihfirmen, Maklerbüros, Damen- und Bademodeläden, Konferenzräume, und auch eine Diskothek. Einige dieser Dienstleistungen sind – wie das bereits in den alten, abgerissenen 1970er-Jahre-Gebäuden üblich war – ausschließlich den Clubmitgliedern vorbehalten. Ihnen steht die obere Etage des Hauptgebäudes zur alleinigen Nutzung zur Verfügung.

97 neue kostenpflichtige Parkplätze

Anders als früher verbindet eine Fußgängerbrücke die neuen Einrichtungen mit der Hafenpromenade. Zudem verfügt der Club de Mar über einen in eines der Gebäude integrierten großen zweistöckigen Parkplatz mit insgesamt 97 kostenpflichtigen Stellplätzen für alle Besucher. Im selben Gebäude wird sich auch eine seit Jahrzehnten bekannte Diskothek befinden, die unter dem Nostalgikern wohlbekannten Namen Marsalada wiedereröffnet wird.

Was die Gastronomie betrifft, so wird es immerhin vier Restaurants geben. Der Komplex wird über ein Hauptrestaurant verfügen, das in einem privilegierten, vollständig verglasten Bereich eingerichtet wird. Das zweite Restaurant mit dem Namen Bar de la Marina wurde bereits an die allseits durch ihre Schuhe bekannte Firmengruppe Camper vergeben, die bereits mit dem Lokal Brutus auf der ebenfalls neugestalteten Plaça Gomila in Palma vertreten ist. Es wird über eine große Luxusterrasse mit Traumblick auf den Hafen verfügen und einen Cafetería- und Frühstücksservice anbieten. Für das dritte Restaurant steht der Betreiber wie für das erste noch nicht fest, allerdings soll es sich um ein hochkarätiges Lokal handeln. Und auch wenn es seltsam anmuten mag, wird das vierte und letzte Restaurant die Diskothek Marsalada sein. Denn bevor diese zu einem Lokal mutiert, in welchem bis in die frühen Morgenstunden geschwoft und getrunken wird, tritt es als Brasserie in Erscheinung, in der die Gäste eine umfangreiche Auswahl an Fleisch- und Fischgerichten genießen können.

Der Club de Mar definiert zusammen mit dem Paseo Marítimo die Grund-Ästhetik der Gegend neu, zumal eine mehr als unansehnliche Brücke, die einst den Paseo Marítimo überquert hatte, abgerissen wurde. Das Betonhaft-Wuselige dieser Gegend, das – fast erstickend, wie es nun mal daherkam – auch jeder Ruhrgebietsstadt zur Ehre gereicht hätte, wurde durch etwas ersetzt, das die Jetzt-Zeit versinnbildlicht, sprich Fußgängerfreundlichkeit, mehr Ruhe und Nachhaltigkeit. Und das hat diese Ecke der Stadt dringend nötig.

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