In Palma de Mallorca ist in der vergangenen Nacht zum Montag eine Frau tot in der Schlafkabine einer deutschen Superyacht gefunden worden, die im Hafen der Balearen-Hauptstadt vor Anker liegt. Die Guardia Civil hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Bei dem Boot handelt es sich um die 52 Meter lange, vierstöckige Yacht "Lind", die 2010 gebaut wurde, und dem deutschen Chemie-Milliardär Peter Alexander Wacker gehören soll.
Nach Angaben von mit dem Fall vertrauten Quellen wurde die Leiche des Opfers, das auf dem Schiff arbeitete, in der Nacht gefunden. Nachdem ihre Kollegen mehrere Stunden lang nichts von der etwa 40-Jährigen gehört hatten, gingen sie zu ihrer Kabine und fanden sie dort. Sie hatte keinen Puls mehr, woraufhin die Kollegen sofort den Rettungsdienst alarmierten. Die Sanitäter bestätigten wenige Minuten später, dass die Frau verstorben war.
Autopsie in den nächsten Stunden erwartet
Unmittelbar nach der Meldung des Todes der Mitarbeiterin des Luxusbootes an das zuständige Gericht wurden ein Gerichtsmediziner und Beamte der Guardia Civil hinzugezogen. Diese untersuchten die Kabine des Opfers sowie die Leiche und fanden keine Hinweise darauf, dass jemand am Tod der Mitarbeiterin beteiligt war. Die Beamten befragten die Kollegen. Die für die nächsten Stunden geplante Autopsie wird die genauen Todesursachen der Frau klären.
Knapp mit dem Leben davongekommen ist der deutsche Skipper Klaus F., der in der Nacht auf Montag, 19. Januar, mit der Superyacht "Acoa" vor Son Servera strandete. Inmitten des Sturmtiefes "Harry" hatte der 68-Jährige des Luxusboot verlassen müssen und rettete sich ohne Schwimmweste an Land. Nun liegt die 28 Meter lange Yacht auf der Playa de Sa Marjal und soll geborgen werden.