Auf Mallorca wird die Sicherheit an der Playa de Palma weiter verstärkt: Die Stadtverwaltung rüstet das Gebiet mit elf neuen Videoüberwachungskameras aus, die künftig mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Wie die stellvertretende Bürgermeisterin (PP) von Palma und Städterätin, Mercedes Celeste, am Mittwochvormittag erklärte, sollen die Kameras an fünf strategischen Punkten installiert werden, um sowohl die erste und zweite Strandlinie als auch die Hauptverkehrsbereiche rund um die Uhr zu überwachen. Mit der Erweiterung von bisher zehn auf insgesamt 21 Kameras will die Stadt unter anderem Menschenansammlungen, zurückgelassene Gegenstände oder andere potenzielle Gefahren frühzeitig erkennen, wie die spanischsprachige MM-Schwesterzeitung Ultima Hora schrieb.
Was können Videoüberwachungskameras mit KI eigentlich?
KI-gestützte Überwachungskameras analysieren Videodaten mithilfe von Algorithmen des maschinellen Lernens in Echtzeit, statt sie lediglich aufzuzeichnen. Sie erkennen zuverlässig Personen, Fahrzeuge oder Tiere und reduzieren dadurch Fehlalarme, etwa durch bewegte Blätter oder Schatten, deutlich. Zudem ermöglichen sie proaktive Sicherheitsfunktionen wie Gesichtserkennung, Verhaltensanalyse und automatische Benachrichtigungen.
Mallorca zahlt für mehr Sicherheit
Die Investition von rund 90.340 Euro für die Kameras wird aus Mitteln der Steuer für nachhaltigen Tourismus (Ecotasa) finanziert und ist Teil eines umfassenderen Sicherheitsplans für Playa de Palma. Insgesamt sollen 3,2 Millionen Euro fließen, um die Polizei vor Ort besser auszustatten und die Sicherheit für Touristen und Einheimische zu erhöhen. Bereits beschlossen wurde zuvor die Anschaffung eines zu 100 Prozent elektrisch betriebenen Lieferwagens, die Integration von drei Drohnen in die Drohneneinheit UDROP sowie die Erneuerung der Polizeiflotte mit bis zu 61 neuen Motorrädern für rund 767.921 Euro.