In Palma de Mallorca werden künftig deutlich mehr Autofahrer für das Parken zur Kasse gebeten. Die zuständige Kommission beschloss am Mittwoch einstimmig, die gebührenpflichtigen Parkzonen – bekannt als ORA – auf weitere Stadtteile auszuweiten. Darüber berichtete zunächst die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora".
Von der Erweiterung betroffen sind die Viertel Foners, Pere Garau, Plaça de Toros, Bons Aires, Camp Redó, Es Fortí-Serralta sowie Santa Catalina Nord. Zusätzlich sollen auch Son Oliva und Son Fortesa Sud einbezogen werden. Diese Gebiete waren ursprünglich nicht Teil des städtischen Mobilitätsplans, ihre Aufnahme wurde jedoch später vom Stadtrat gebilligt. Grundlage der Entscheidung ist eine Verkehrsgutachten, bei dem unter anderem die Auslastung der Parkplätze, die Anbindung an Bus und Bahn sowie Verkehrsströme berücksichtigt wurden.
Mit der Ausweitung steigt die Zahl der gebührenpflichtigen Stellplätze von bisher rund 12.000 auf mehr als 25.900. Damit nimmt auch die Zahl der Parkautomaten deutlich zu – von derzeit 404 auf 570 Geräte. Für die Einführung seien zunächst Vorarbeiten notwendig, etwa neue Markierungen, Beschilderung sowie die Installation der Automaten, teilte die Stadt mit. Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,36 Millionen Euro. Das Geld ist im Haushalt der städtischen Betreibergesellschaft für das Jahr 2026 vorgesehen. Ein Großteil der Mittel soll in neue Parkautomaten sowie in Kontrollsysteme und Software fließen, die den Betrieb der Parkbereiche steuern.
Mit dem Beschluss ist der formale Weg für die Ausweitung der Parkgebühren frei.