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PASEO MARÍTIMO

Bindeglied zwischen Hafen und Stadtzentrum: Aufgehübschter Club de Mar wiedereröffnet

Prominenz aus Politik und Wirtschaft präsentierten am Montag die modernisierte Anlage mit neu gestalteter Ladenzeile an Palmas Flaniermeile. Das Gelände soll erstmals explizit nach Spaziergängern offenstehen.

Seit Montag steht der Club de Mar auch Passanten offen. | Foto: M.À. Cañellas

| Palma de Mallorca |

Nach einer weitreichenden Modernisierung ist der Club de Mar in Palma am Montag offiziell wiedereröffnet worden. Mit Blick auf die bevorstehende Hochsaison soll die Anlage am Paseo Marítimo künftig als Bindeglied zwischen Hafen, Uferpromenade und Stadt dienen – und zugleich neue wirtschaftliche Impulse setzen.

Nach Angaben der Betreiber öffnet sich das Gelände mit neuen Stegen und vier Gebäuden erstmals stärker für die Öffentlichkeit. Ziel sei es, die bislang eher abgeschlossene Hafeninfrastruktur zugänglicher zu machen und einen durchgehenden Übergang zwischen Kreuzfahrtterminal, Paseo Marítimo und Stadtzentrum zu schaffen. Besucher sollen die Anlage künftig frei durchqueren können – mit Blick auf die Bucht von Palma und das Meer.

Zur feierlichen Eröffnung kamen nach Darstellung der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" mehr als 200 Gäste. Erste Geschäfte haben bereits ihren Betrieb aufgenommen, darunter ein Juwelier sowie ein Laden für Bademode. Weitere Angebote sollen in Kürze folgen, etwa ein Restaurant und eine Diskothek, die das Freizeit- und Gastronomieangebot an der Uferpromenade erweitern sollen.

Der Präsident des Club de Mar, Borja de la Rosa, sagte, das Projekt verbinde "den Kreuzfahrtterminal mit dem Paseo Marítimo über die Fußgängerübergänge des Club de Mar“. Möglich geworden sei dies durch die Zusammenarbeit von Institutionen und privaten Partnern. Ziel sei es, "die Balearen an die Spitze des mediterranen Nautiksektors zu führen". Die Anlage verfüge über mehr als 500 Liegeplätze für unterschiedliche Bootsklassen – von kleineren Freizeitbooten bis hin zu großen Yachten. Die Idee dahinter: Die Boote sollen zusätzliche Kaufkraft in die Stadt bringen. Die sogenannte "blaue Wirtschaft" sei Teil des Wirtschaftsmodells der Region.

Insgesamt umfasst die aufgehübschte Anlage vier Gebäude, benannt nach den auf Mallorca typischen Winden Tramuntana, Migjorn, Ponent und Llevant. Sie bieten rund 3.000 Quadratmeter neue Nutzfläche sowie begrünte Fassaden.

Auch die balearische Hafenbehörde sieht in dem Projekt einen "bedeutenden Entwicklungssprung". Deren Präsident Javier Sanz sagte, es handle sich um "einen Meilenstein für die Stadt und das ganze Land". Die Investition gehöre zu den größten ihrer Art und stärke die internationale Position des Hafens von Palma. Der Club de Mar sei Teil umfassender Umgestaltungen im Hafen- und Promenadenbereich. Man setze auf ein Modell, das Hafen und Stadt enger miteinander verzahne.

Palmas Bürgermeister Jaime Martínez konnte dem nur beipflichten und hob die Bedeutung der Anlage als "öffentlichen Raum und Wirtschaftsmotor" hervor. Der Club de Mar sei Teil eines neuen Stadtmodells, in dem öffentliche Hand und Privatwirtschaft zusammenarbeiteten. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf das Projekt "Palma Culture Innovation Bay", das als Zentrum für Technologie, Kultur und maritime Wirtschaft entwickelt werde.

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