Am Dienstag hat sich in Port de Pollença auf Mallorca ein Unfall ereignet, bei dem eine 29-jährige deutsche Kitesurferin schwer verletzt worden ist. Die Frau soll von einer Windböe erfasst und gegen ein Auto geschleudert worden sein. Das berichtet das Online-Nachrichtenportal "Crónica Balear". Zu dem Zeitpunkt des Unglücks galt in dem Bereich eine Sturmwarnung der Stufe Orange. Stellenweise erreichten die Windböen Geschwindigkeiten von knapp 100 Kilometern pro Stunde.
Aus dem Bericht geht hervor, dass in Port de Pollença zahlreiche Sportler versammelt waren, um die für sie günstigen Wetterbedingungen zu nutzen. Die 29-jährige deutsche Kitesurferin sei auf dem Wasser unterwegs gewesen, als sie plötzlich von dem starken Wind erfasst wurde. Daraufhin sei die Frau "vollständig aus dem Wasser gehoben" worden. "In der Folge prallte sie gegen ein fahrendes Auto und blieb schwer verletzt am Boden liegen", so "Crónica Balear".
Kitesurferin weiterhin im Krankenhaus
Zu dem Kite-Unfall in dem Hafenort im Norden Mallorcas rückte ein Großaufgebot von Rettungskräften aus, unter anderem aus Alcúdia und Inca. Im Anschluss wurde die Deutsche ins Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma de Mallorca gebracht, "wo sie derzeit mit ungewisser Prognose stationär behandelt wird".
Aktuell ist es in einigen Bereichen der Insel noch sehr stürmisch, schon seit Tagen gelten die Warnstufen Orange und Gelb vor allem entlang der Küsten, aber auch an Land. Der Norden sowie Nordosten Mallorcas – wo sich der schwere Kiteunfall ereignet hat – sind besonders von heftigen Windböen und aufgewühlter See betroffen. Die schnellste Böe am Dienstagnachmittag in Port de Pollença erreichte laut des Wetterdienstes "Meteo de les Illes" 97 km/h.