Folgen Sie uns F Y T I R
STADTPLANUNG

13 Bewerber aus dem In- und Ausland wollen Palmas Hafen neu gestalten – fünf kommen in die engere Auswahl

Mit dem Großprojekt soll das Areal effizienter bewirtschaftet und stärker in die angrenzenden Stadtgebiete integriert werden. 2027 soll der finale Masterplan vorliegen.

So in etwa stellt sich die Hafenbehörde das Areal nach der weitreichenden Umstrukturierung vor. | Foto: APB

| Palma de Mallorca |

Bei der geplanten Neugestaltung des Hafens von Palma de Mallorca wird es allmählich spannend: Insgesamt 13 Architekturbüros aus dem In- und Ausland haben sich um die Ausarbeitung des Masterplans beworben. Das Vorhaben der Hafenbehörde der Balearen (APB) gilt als eines der ambitioniertesten Infrastrukturprojekte der Region und soll weitreichende Auswirkungen auf den Hafen und die angrenzenden Stadtgebiete haben.

In einem ersten Schritt will die APB aus den eingegangenen Bewerbungen fünf Kandidaten auswählen. Darüber berichtete am Donnerstag unter anderem die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora". Entscheidend seien insbesondere Erfahrung mit vergleichbaren Großprojekten sowie die Qualität der Konzepte. Anschließend sollen die ausgewählten Teams detaillierte Entwürfe vorlegen, die unter anderem nach Kriterien wie Umweltverträglichkeit, wirtschaftlicher Machbarkeit und städtebaulicher Integration bewertet werden. Ziel sei es, Anfang 2027 einen endgültigen Plan vorzulegen, teilte die APB mit.

Kern des Projekts sei eine "umfassende Neuordnung" des rund 400.000 Quadratmeter großen Areals. Der Hafen solle "effizienter organisiert" und zugleich stärker für die Bevölkerung geöffnet werden. Geplant ist eine bessere Verzahnung mit der Stadt sowie die Schaffung neuer öffentlicher Räume, ohne die zentrale Funktion als logistischer Knotenpunkt zu gefährden.

Die Hafenbehörde wies zudem darauf hin, dass das Vorhaben auf einem "breiten und strukturierten" Beteiligungsprozess beruhe, in den bereits zahlreiche Vorschläge aus der Zivilgesellschaft eingeflossen seien. Dazu zählen etwa Ideen für ein maritimes Museum oder zusätzliche Angebote für den Wassersport.

Gleichzeitig verteidigt die APB das Projekt gegen Kritik. Man habe unterschiedliche Interessen sorgfältig abgewogen, hieß es nach einem Treffen mit der Denkmalschutzorganisation ARCA. Ziel sei "eine ausgewogene Lösung", die sowohl den Wunsch nach mehr öffentlichem Zugang als auch die wirtschaftlichen Anforderungen der Hafenunternehmer berücksichtige.

So sollen zentrale Betriebsflächen und Hafenstrukturen erhalten bleiben, um die Versorgung und Anbindung der Balearen sicherzustellen. Alternative Vorschläge aus der Zivilgesellschaft seien geprüft, aber aus "technischen Gründen" verworfen worden, hieß es seitens der APB.

Zum Thema
Meistgelesen