Die deutsche Bundespolizei am Flughafen Köln/Bonn hat am zurückliegenden Karfreitag einem Mann ein Einhandmesser abgenommen. Der 68-jährige Deutsche wollte mit dem rund neun Zentimeter langen Gegenstand nach Palma de Mallorca reisen. Den Fluggast erwartet nun ein Strafverfahren.
Die aufmerksamen Fluggastkontrollkräfte hatten den Gegenstand im mitgeführten Handgepäck des Flugreisenden entdeckt. "Das Messer befand sich im Rucksack des 68-Jährigen", teilte der Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Flughafen Köln/Bonn, Oliver Hünewinckell, mit. In der Folge stellte die Bundespolizei die Waffe sicher.
Vergangene Fälle
Am Flughafen Köln/Bonn werden Mallorca-Reisenden immer wieder verbotene Gegenstände konfisziert: Ende Januar flog ein 46-jähriger Deutscher mit einer Schusswaffe im Koffer auf. Als Erklärung gab der Mann an, er wolle mit der Druckluftpistole auf seiner Finca auf Mallorca "auf Dosen schießen". Da der Passagier weder eine Waffenbesitzkarte noch einen Waffenschein vorweisen konnte, sind Ermittlungen gegen ihn eingeleitet worden.
Im September des vergangenen Jahres hielt die Bundespolizei einen US-Amerikaner am Flughafen Köln-Bonn fest, der mit scharfer Munition die Sicherheitskontrolle vor einem Flug nach Palma passieren wollte. Der Fluggast gab an Hobbyschütze zu sein. Nachdem die Munition beschlagnahmt wurde, konnte der 65-Jährige seinen Flug nach Mallorca noch rechtzeitig erreichen.