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TOURISMUS

Einbruch bei Ferienwohnungen auf Mallorca – doch die Sommerbuchungen ziehen an

Nach Zahlen des Statistikamts INE stiegen im März rund elf Prozent weniger Gäste in Ferien-Apartments ab als ein Jahr zuvor. Unruhe herrscht in der Branche aber dennoch nicht – aus gutem Grund.

Ein Urlauberpärchen in Palmas Innenstadt. | Foto: A.A.

| Palma de Mallorca |

Die Ferienwohnungen auf Mallorca und den Nachbarinseln haben den März mit einem spürbaren Dämpfer abgeschlossen. Wie das spanische Statistikamt INE am Montag mitteilte, wurden im vergangenen Monat insgesamt 78.589 Übernachtungen in touristischen Apartments erfasst – ein Rückgang von rund elf (11,21%) Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Noch deutlicher fiel der Einbruch bei der Zahl der Reisenden aus: Mit 13.520 Gästen kamen knapp 18 Prozent weniger Menschen auf die Inseln als im März 2025. Darunter waren 10.940 ausländische Besucher und 2.580 Reisende mit Wohnsitz in Spanien. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag demnach bei 5,81 Tagen.

Besonders auffällig ist der Befund, weil er dem gesamtspanischen Trend klar widerspricht: Im Rest des Landes legten die Übernachtungen in Unterkünften jenseits traditioneller Hotels im März um 5,6 Prozent zu. Die Balearen schwimmen damit gegen den Strom.

Das INE schätzt, dass im März 3.229 Ferienwohnungen auf den Inseln geöffnet hatten, mit einer Gesamtkapazität von 11.746 Plätzen. Die Auslastung lag bei 47,56 Prozent – also knapp unter der Hälfte.

Stabiler zeigte sich der Bereich Landtourismus (Agroturismo): Dort wurden 23.615 Reisende und 68.652 Übernachtungen registriert, bei einer mittleren Aufenthaltsdauer von 2,91 Tagen. Die Auslastungsquote der 275 Betriebe mit insgesamt 5.848 verfügbaren Plätzen betrug nach INE-Zahlen 47,39 Prozent.

Trotz des verhaltenen Saisonstarts deuten die Buchungszahlen auf eine baldige Erholung hin. Laut der Buchungsplattform Travelgate stiegen die Reservierungszahlen für die Balearen in der vergangenen Woche um 13,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit festigt das Archipel seinen Rang als drittbeliebtestes Reiseziel Spaniens – hinter Katalonien und Andalusien.

Der schwache Märzwert dürfte die Branche daher kaum dauerhaft beunruhigen. Entscheidend wird sein, ob sich der positive Buchungstrend in den kommenden Wochen bestätigt und in tatsächliche Ankünfte ummünzt.

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