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Immer weniger Airbnbs & Ferienwohnungen auf Mallorca: So stark ist das Angebot gesunken

In 2025 waren ein Drittel weniger auf dem Markt, insgesamt lag die Gesamtzahl auf den Balearen unter 20.000

Illegale Ferienvermietung gibt es auf Mallorca und den Balearen aber dennoch. (Symbolbild) | Foto: Patricia Lozano

| Mallorca |

Der Markt für touristische Ferienunterkünfte auf den Balearen schrumpft in stetigem Tempo. Die Zahl der auf digitalen Plattformen vermarkteten Ferienwohnungen ist im vergangenen Jahr auch auf Mallorca um 19,8 % gesunken und liegt nun unter der Schwelle von 20.000 Einheiten – ein Wert, der seit mehr als fünf Jahren nicht mehr verzeichnet wurde. Kumuliert beträgt der Rückgang bereits 33 % im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie.

Dies geht aus den am Montag veröffentlichten Daten des spanischen Statistikamts INE hervor. Demnach waren im November 2025 auf den Balearen 19.398 touristisch genutzte Wohnungen aktiv. Das sind fast 4.800 weniger als ein Jahr zuvor, als 24.190 gezählt wurden, und weit entfernt von den rund 30.000, die im August 2020 registriert waren. Insgesamt machen diese Wohnungen derzeit 2,97 % des gesamten Wohnungsbestands des Archipels sowie auf Mallorca aus.

Der Rückgang des Angebots zeigt sich auch bei der Zahl der verfügbaren Bettenplätze. Im November des vergangenen Jahres gab es auf den Balearen 124.181 Plätze in Ferienvermietungen – 18,7 % weniger als im selben Monat 2024 und 32 % unter den Zahlen von 2020. Die einzige Kennziffer mit Aufwärtstendenz ist die durchschnittliche Kapazität pro Wohnung: Sie stieg von 6,32 Plätzen im November 2024 auf 6,4 ein Jahr später.

Illegale Ferienvermietung gibt es dennoch

Die Vereinigung der touristischen Ferienwohnungen der Balearen (Habtur) führt den Rückgang auf das 2022 beschlossene Moratorium für die Vergabe touristischer Bettenplätze zurück, das von der Regierung Prohens im April 2025 wieder aufgehoben wurde. Darauf weist die Geschäftsführerin des Verbands, Maria Gibert, hin. Sie stellt klar, dass der Rückgang der registrierten Ferienwohnungen „in keinem Fall mit dem illegalen Angebot in Verbindung gebracht werden kann“, da diese Art von Unterkunft in keinem offiziellen Register erscheine und somit auch nicht in die Verwaltungsstatistiken eingehe, die zur Messung der Branchenentwicklung herangezogen werden.

Die Vereinigung betont, die Daten spiegelten ausschließlich die Schrumpfung des legalen Bestands wider, der drei Jahre lang durch regulatorische Einschränkungen gebremst worden sei. Dieser Umstand müsse berücksichtigt werden, wenn man die tatsächlichen Auswirkungen der öffentlichen Politik auf das touristische Angebot der Balearen bewerte. In diesem Zusammenhang zieht der Verband einen direkten Vergleich zur Hotellerie und stellt eine aus seiner Sicht weiterhin unbeantwortete Frage: ob die Hotelkapazitäten in ähnlichem Maße reduziert worden seien, während die regulierte Ferienvermietung durch das Moratorium begrenzt wurde.

Rückgang in ganz Spanien

Die Marktanpassung ist kein ausschließlich balearisches Phänomen. In ganz Spanien sank die Zahl der Ferienwohnungen im November 2025 im Jahresvergleich um 12,4 % auf insgesamt 329.764 Einheiten. Es handelt sich um den größten jährlichen Rückgang der gesamten Zeitreihe und zugleich um das niedrigste Angebotsniveau der vergangenen drei Jahre.

Der Vergleich mit den zuvor verfügbaren Daten aus dem Mai 2025 verstärkt den Trend zusätzlich: Damals wurden 381.837 Ferienapartments gezählt – ein kumulierter Rückgang von 13,6 % innerhalb von nur sechs Monaten. Am gesamten Wohnungsbestand des Landes machen diese Unterkünfte inzwischen nur noch 1,24 % aus, gegenüber 1,41 % im November 2024 und 1,43 % im Mai.

Nach autonomen Gemeinschaften in Spanien führt Andalusien das nationale Ranking mit 91.757 Ferienwohnungen an und gehört zudem zu den wenigen Regionen, in denen das Angebot leicht wächst – mit einem Plus von 1,2 % im Jahresvergleich. Es folgen die Kanaren, die Valencianische Gemeinschaft und Katalonien mit unterschiedlich starken Rückgängen, während die Balearen mit einer der deutlichsten Abnahmen des Landes inzwischen unter die Marke von 20.000 Wohnungen gefallen sind.

Hinsichtlich der Kapazität lag die Gesamtzahl der touristischen Bettenplätze in Ferienwohnungen in Spanien im November 2025 bei 1,62 Millionen – 14 % weniger als ein Jahr zuvor. Auch die durchschnittliche Platzzahl pro Wohnung ging zurück und sank auf 4,93 gegenüber 5,04 in der vorherigen Statistik, was eine branchenweite Anpassung bestätigt.

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