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Schock-Landung am Airport Palma nach Vogelschlag – Passagiere auf Mallorca in Angst evakuiert

Flug von Madrid muss nach Steuerungsstörung nach Vogelkollision sicher in Palma notlanden; Einsatzkräfte evakuieren Passagiere ohne Verletzte, darunter auch Vertreter der Tourismusbranche

Bild des Flugzeugs nach dem Vorfall. | Foto: UH

| | Mallorca |

Mallorca wurde am Freitagabend von einem ungewöhnlichen und nervenaufreibenden Zwischenfall am Flughafen Son Sant Joan erschüttert, als ein Flugzeug der Air-Europa-Tochter Air Europa Express auf dem Flug UX6079 von Madrid nach Palma bei der Landung in eine kritische Situation geriet. Nach Angaben der Fluggesellschaft kollidierte die Maschine während des Fluges zunächst mit einem Vogel, ein Vorfall, der zunächst keine unmittelbaren technischen Auffälligkeiten erkennen ließ. Doch während des anschließenden Landeanflugs auf die Nordbahn des Flughafens zeigten sich plötzlich Probleme im Steuerungssystem, die nach ersten Einschätzungen in Zusammenhang mit dem vorherigen Vogelschlag stehen könnten.

Wie die spanischsprachige MM-Schwesterzeitung Ultima Hora schrieb, herrschte an Bord in diesen Minuten zunehmende Unruhe. Passagiere berichteten später von sichtbarer Nervosität, Schreien und einer spürbaren Atmosphäre der Angst, als die Crew versuchte, die Situation unter Kontrolle zu halten. Unter den Reisenden befand sich auch eine größere Delegation aus der mallorquinischen Hotel- und Tourismusbranche, was dem Vorfall zusätzliche Aufmerksamkeit auf der Insel verlieh.

Trotz der technischen Störung gelang der Besatzung eine kontrollierte Landung, ohne dass das Flugzeug von der Landebahn abkam. Allerdings kam es nach dem Aufsetzen zu einem ruckartigen Ausbrechen der Maschine, die schließlich in einer ungewöhnlichen Position zum Stillstand kam. Dieser Moment führte am Flughafen zu einem sofortigen Alarm: Der Notfallplan wurde aktiviert, zahlreiche Einsatzfahrzeuge, darunter Löschfahrzeuge und technisches Personal, eilten zur Landebahn, während die Flugsicherung den Bereich für den übrigen Flugverkehr vorübergehend sperrte.

Einsatzkräfte evakuierten die Passagiere unverletzt

Die Passagiere mussten zunächst an Bord bleiben, bis die Sicherheitslage abschließend bewertet war. Erst danach begann eine kontrollierte Evakuierung, die nach Angaben der Einsatzkräfte ohne Verletzte verlief. Viele der Betroffenen wurden im Anschluss medizinisch und psychologisch betreut, auch wenn körperliche Schäden nicht festgestellt wurden.

Die Fluggesellschaft erklärte später in einer offiziellen Mitteilung, dass das Flugzeug während des gesamten Vorfalls innerhalb der Sicherheitsgrenzen der Landebahn geblieben sei und es zu keinem Überschreiten der Piste gekommen sei. Nachdem das Flugzeug zum Stillstand gebracht worden war, wurde es von der Landebahn entfernt, um den Flugbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Der staatliche Flughafenbetreiber Aena bestätigte hingegen, dass die Maschine von der Landebahn abgekommen sei und schließlich auf einer Ausrollfläche zum Stehen kam. Die Folgen für den Flugbetrieb waren deutlich spürbar: Insgesamt fünf Flüge mussten umgeleitet werden, drei davon nach Ibiza und zwei nach Menorca. Die Maschinen kehrten später in ihren regulären Ablauf zurück, doch der Abendbetrieb in Palma war zeitweise erheblich gestört.

Während der rund einstündigen Sperrung des betroffenen Bereichs wurde der Flugverkehr am Flughafen Son Sant Joan neu organisiert, Start- und Landeabstände wurden vergrößert, und einzelne Flugbewegungen verzögerten sich deutlich. Über den Account der Fluglotsen wurde die Situation als kontrollierter Ausnahmezustand beschrieben, der jedoch rasch stabilisiert werden konnte.

Gegen 21:30 Uhr meldete die Fluggesellschaft, dass die Situation unter Kontrolle sei und der Betrieb sich schrittweise normalisiere. Dennoch blieb bei vielen Passagieren die Erinnerung an eine Landung zurück, die innerhalb weniger Sekunden von Routine in eine hoch angespannten Moment zwischen Unsicherheit und Erleichterung umschlug. Trotz der dramatischen Szenen endete der Vorfall ohne Verletzte, hinterließ jedoch einen spürbaren Eindruck bei allen Beteiligten und führte zu Verzögerungen, die den gesamten Abendbetrieb am Flughafen beeinflussten.

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