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Palma de Mallorca soll wieder nur Palma heißen

José Hila (PSOE), Antoni Noguera (Més) und Miquel Comas (Som Palma). Foto: UH

Palma de Mallorca |

Nach dem Wahlsieg der Linksparteien laufen auf Mallorca die Verhandlungen zur Regierungsbildung auf Hochtouren. Priorität hat dabei das Rathaus von Palma, bis Ende der Woche soll zwischen der sozialdemokratischen PSOE, den Öko-Regionalisten von Més und der Protestbewegung Podemos ein tragfähiges Bündnis stehen.

Bei den Gesprächen, deren Zwischenstand täglich veröffentlicht wird, gibt es bereits erste Ergebnisse. So wurde bekannt, dass die offizielle Bezeichnung der Inselhauptstadt von "Palma de Mallorca" wieder auf "Palma" geändert werden soll, wie dies bis 2011 der Fall war. Außerdem soll die Stadtverwaltung mit den Bürgern künftig wieder automatisch auf Katalanisch kommunizieren, wenn nicht ausdrücklich um eine Antwort auf Spanisch gebeten wird.

Die von der konservativen Volkspartei beschlossene Stadtverordnung für zivilisiertes Benehmen in der Öffentlichkeit ("ordenanza cívica"), mit der unter anderem das "Eimersaufen" an der Playa de Palma verboten wurde, wollen die Linksparteien umgehend abschaffen. Gleichwohl soll mit spezifischen Neuregelungen weiterhin für Ordnung an der Playa gesorgt werden.

Weitere geplante Maßnahmen richten sich gegen Kinderarmut sowie gegen Zwangsräumungen in den Wohnungen von verarmten Familien. Um im Rathaus für mehr Transparenz zu sorgen, sollen alle laufenden Ausgaben sowie die Termine der Stadträte öffentlich einsehbar sein.

Bis Freitag, 5. Juni, wird im Übrigen ein Personalvorschlag ausgearbeitet, damit die Mitglieder der Protestbewegung "Som Palma" (Podemos) darüber abstimmen kommen. Bis 13. Juni muss die Wahl des neuen Bürgermeisters erfolgen. Ob der PSOE-Kandidat José Hila das Amt seinem Kollegen Antoni Noguera von Més überlassen wird, ist noch unklar. Falls er nicht dazu bereit ist, könnte das Bündnis in letzter Minute noch scheitern.

Auf die ursprünglich angedachte Übertragung der Gespräche per Live-Streaming wurde verzichtet. Allerdings behalten sich die Podemos-Leute vor, die Öffentlichkeit jederzeit per Twitter informieren zu dürfen. (mic)

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