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Leidenschaftlicher Tanz auf Mallorca: Der Traum eines jungen Geschwisterpaares vom Sieg beim Dance Festival

Noch bis Sonntag werden Philipp (18) und Seraphina Bogdanov (16) als Wettkämpfer in Calvià das Parkett betreten. MM sprach mit ihnen über Training, Kleider und Umzug nach Slowenien

Mehrere Stunden trainieren Philipp und Seraphina Bogdanov täglich, um bei internationalen Tanzwettbewerben atemberaubende Darbietungen abzuliefern. | Foto: privat

| Calvià, Mallorca |

Zum ersten Mal treten die Geschwister Philipp (18) und Seraphina (16) Bogdanov in diesen Tagen bei einem internationalen Tanzwettbewerb auf Mallorca an. Trotz ihres jungen Alters verfügen die beiden bereits über umfangreiche Erfahrung: Seit Jahren präsentieren sie auf höchstem Niveau eindrucksvolle Posen und anspruchsvolle Tanzfiguren bei internationalen Turnieren. Insgesamt haben sie ihr tänzerisches Können bereits bei 50 Wettbewerben unter Beweis gestellt. Seraphina Bogdanov berichtet: "Letztes Jahr waren wir zum Beispiel bei einem Turnier in New York. Außerdem in Tschechien, Polen, den Niederlanden und natürlich in Spanien, etwa in Playa de Aro, Salou, Barcelona und Narón."

Besonders intensiv sind die Vorbereitungen nun für das anstehende Mallorca Dance Festival 2026, das vom 30. April bis zum 3. Mai im Pabellón Municipal Galatzó in Santa Ponça (Calvià) ausgetragen wird. "Wir haben uns monatelang vorbereitet", erklären sie. Denn die Konkurrenz bei dieser Europameisterschaft ist groß, was auch für eine gewisse Nervosität sorgt. "Die anderen Tänzer sind sehr stark. Es kommen Paare aus Dänemark, Rumänien und Deutschland", so Philipp Bogdanov. Seine Schwester ergänzt: "Trotzdem hoffen wir sehr, ins Finale zu kommen, idealerweise sogar aufs Podium." Zu dem Turnier reisen die Geschwister gemeinsam mit ihren Eltern, Andrey und Natalie Bogdanov, an. Wenn alles vorbei ist und sich die Anspannung gelegt hat, stehen noch zwei Tage Freizeit in Palma auf dem Programm.

Das Geschwisterpaar tanzt seit der Kindheit voller Leidenschaft. Foto: privat

Doch bis dahin bereiten sie sich voll und ganz auf die entscheidenden Minuten auf dem Tanzparkett vor und werden dabei sogar von einem Sportpsychologen unterstützt. "Wir machen Visualisierungen, Atemübungen und stellen uns den gesamten Turnierverlauf bis hin zum Siegertreppchen vor", erklärt Seraphina Bogdanov. Für ihren großen Auftritt lassen sich die beiden sogar eigens maßgeschneiderte Kostüme anfertigen. "Ich habe zwei Kleider – eines für die Vorrunden und eines für das Finale anfertigen lassen", so die 16-jährige Tänzerin. Ihr 18-jähriger Bruder ergänzt: "Meine sind ebenfalls für das Turnier vorbereitet." Ihr großes Ziel ist es, eines Tages so erfolgreich zu sein wie ihre Vorbilder. Bei Philipp der slowenische Tänzer Soran Plohl und bei Seraphina die russische Tänzerin Julia Zagoruychenko. Um dieses hohe Niveau zu erreichen, wird jede freie Minute genutzt. "Unter der Woche trainieren wir etwa drei bis vier Stunden täglich, am Wochenende sechs bis acht Stunden", sagt Philipp Bogdanov. Dazu kommen Trainingscamps und Gruppenstunden.

Ihr Leben, sogar ihren Wohnort, richten sie konsequent auf den Tanz aus. Ende 2024 kam es deshalb zu einem Umzug. Während ihre Eltern in Deutschland leben, zog das Geschwisterpaar nach Slowenien, wo sie die European School in Ljubljana besuchen. "Wir sind wegen des Tanztrainings nach Ljubljana gezogen. Dort gibt es eine sehr starke Tanzschule, und unsere Trainer haben uns empfohlen, hierherzukommen", erklären sie.

Um sich tänzerisch zu verbessern, zogen Seraphina und Philipp vor zwei Jahren nach Slowenien. Foto: privat

Angefangen hat das Geschwisterpaar bereits im zarten Alter von drei Jahren (Seraphina) beziehungsweise fünf Jahren (Philipp) mit Standardtänzen. Später kamen lateinamerikanische Tänze hinzu. "Latein gibt mir mehr Freiheit, mich körperlich stärker auszudrücken", erklärt Seraphina. Dass die beiden Tanzpartner sogar durch das Blut als Geschwister miteinander verbunden sind, sehen sie eigenen Angaben zufolge als Vorteil. "Es ist praktisch, dass wir jede Entscheidung gemeinsam treffen. Und momentan wollen wir keine anderen Tanzpartner."

Zu dem Tanzfestival, das in diesem Jahr bereits zum fünften Mal von dem spanischen Ex-Profi Jordi Fàbrega organisiert wird, werden bis zu 1500 Tänzerinnen und Tänzer erwartet. Fàbrega, der in Palma an der Tanzschule CBM als Tanzlehrer tätig ist, hat unter anderem Esther Schweins und Massimo Sinató für "Let’s Dance" betreut und sie auch als Zuschauer zum Tanzfestival eingeladen.

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