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Existenzgründer auf Mallorca: Auszeichnungen für kreatives Unternehmertum

Projekt-Gewinnerin Isabel Ruiz (M.) freut sich über den Preis. Er wird ihr überreicht von María Cruz Rivera von der CaixaBank (l.) und der Verlagschefin Carmen Serra (r.). | Jaume Morey

| Mallorca |

Die fünfte Ausgabe des von der Grupo Serra organisierten und von der CaixaBank gesponserten Wettbewerbs Connect’Up für Unternehmertum auf den Balearen hat am Freitag ihren krönenden Abschluss gefunden. Das innovative Forum mit dem Motto „Talente befähigen und Projekte fördern” entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Impulsgeber für Firmengründer, Start-ups und Entrepreneurs. In drei Kategorien wurden auch in diesem Jahr junge Talente ausgezeichnet, die zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen oder Lösungen für komplexe wirtschaftliche Probleme aufzeigen.

In der Kategorie „Connect’Up Start” wurden sieben Teilnehmer mithilfe von erfahrenen Mentoren in einem anspruchsvollen Programm geschult. „Start” richtet sich an Unternehmer, deren Firma sich erst in einer Gründungsphase befindet, die nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Ziel ist es, dass die Unternehmen weiter ausgebaut werden und wirtschaftlich mehr Fahrt aufnehmen. Hier gewann Isabel Ruiz den ersten Platz mit ihrer Geschäftsidee namens „Dermei Business”. Ruiz, die Physiotherapeutin ist, hat sich zum Ziel gesetzt, in Unternehmen selbst Verletzungen zu behandeln und Krankheiten vorzubeugen, die durch Stress, ein hohes Arbeitstempo oder körperliche Anstrengungen entstehen und zu Fehlzeiten und Arbeitsausfällen führen. Ihre innovative Idee wurde von der Regionaldirektorin der CaixaBank auf den Balearen, María Cruz Rivera, mit einem Scheck über 6000 Euro und einem neuen Computer prämiert.

Ausbilder, Mentoren, Finalisten und Koordinatoren zusammen mit den Gewinnern der 5. Auflage von „Connect’Up”. Die Sieger der verschiedenen Kategorien konnten sich über Preise und Schecks freuen. Foto: Jaume Morey

In der Kategorie „Grow” hingegen konnte MariaÀngels Florit überzeugen und ging mit ihrem Projekt „Serclet” als Gewinnerin hervor. Florit entwickelte eine besondere didaktische Methode zur musikalischen Erziehung von Kindern. Als Siegerprämie gab es eine Reise an die Riviera Maya nach Mexiko, überreicht von der Verlagschefin Carmen Serra.

In diesem Jahr gab es zudem eine neue Sparte, „Connect’Up Youth”. Hierbei wurde ein Pilotprojekt der Balearen-Universität (UIB) ausgezeichnet. Das Nachwuchstalent Blanca Pérez hat seinem Projekt „Aresta” die Aufmerksamkeit der Jury auf sich gezogen, was mit einem Sponsorengeld von 650 Euro belohnt wurde.

Carmen Serra, Präsidentin der Verlagsgruppe Serra, sagte in ihrer Ansprache: „Auch in diesem Jahr können wir wieder die großen Talente der Inseln bewundern. Ich möchte den Koordinatoren des Programms für ihre großartige Arbeit bei der Organisation gratulieren und auch den Mentoren danken, die die Finalisten während des Ausbildungsprozesses begleitet haben. In den fünf Jahren, in denen ‚Connect’Up’ Menschen bei ihren Projekten unterstützt hat, sind wir dank der Arbeit eines großartigen Teams gewachsen.”

Auch weitere einzigartige Projekte der Finalisten sind durch ihren Einfallsreichtum aufgefallen. So will in der Kategorie „Start” ein neues balearisches Bestattungsunternehmen dazu beitragen, dass Familienmitglieder und Angehörige auf empathische Weise Abschied nehmen von ihren Liebsten.

Das Projekt „Una Vida Mallorca” mit seiner Gründerin Daniela Rueda will sanfte Trauerzeremonien anbieten, bei denen Familien sogar von Psychologen und Therapeuten Unterstützung bekommen. Auch „Llump” gehörte zu den Ideen, die es unter die Finalisten geschafft haben. In einem Land wie Spanien, in dem es mehr Gastronomie-Betriebe als Einwohner gibt – wie es heißt – will das Projekt des Gründers Francisco Javier Miró neue digitale Impulse setzen.

Das Projekt „Llump” will in Zukunft mithilfe einer neuen Techno-
logie den Service in Restaurants vereinfachen. Foto: J. Morey

Bei „Llump” kommt eine neu entwickelte Handy-App zum Einsatz, die die Kommunikation zwischen Restaurantgästen und dem Servicepersonal erleichtert. Per Knopfdruck sollen in Zukunft Getränke bestellt oder die Rechnung angefordert werden können. Die Mentorin des Projekts „Llump”, Imma Salamanca, die technologische Vorhaben am Parc Bit betreut, sagte: „Das Projekt hat sich seit dem Start von ‚Connect’Up’ stark weiterentwickelt. Ursprünglich fehlten der Anwendung einige Details. Jetzt, nach dem Mentoring, bin ich der Meinung, dass wir am Anfang einer langen Erfolgsgeschichte stehen.”

Veranstalter und Musiker auf schnelle, unkomplizierte Weise zu-
sammenführen – das ist die Idee von „Artistéalo”. Foto: J. Morey

Kommunikation und Technik sind auch die Ideen, die hinter „Artistéalo” stecken. Gegründet wurde die Online-Plattform von der mallorquinischen Sängerin Rosa Espinar. Mit „Artistéalo” können Kunden Musiker für ihre geplanten Veranstaltungen buchen, indem sie mithilfe einer Suchmaschine direkt mit den Künstlern in Kontakt treten. Espinar sagte: „Es gibt Kulturschaffende, die kaum Beschäftigungsmöglichkeiten finden, und in ihrem Beruf wenig oder gar keine Arbeit bekommen und einen anderen Job haben müssen, um zu überleben. ‚Artistéalo’ wird es ihnen leichter machen.”

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