Die auf Mallorca präsente Reederei Baleària hat einen spektakulären Deal abgeschlossen: Das Unternehmen übernimmt große Teile der Aktivitäten der traditionsreichen Armas Trasmediterránea. Konkret geht es um den Fährbetrieb zwischen den Kanarischen Inseln, im Alborán-Meer sowie um Teile der Verbindungen durch die Straße von Gibraltar. Ein anderer Teil dieses Geschäfts ging an den dänischen Reederei-Riesen DFDS.
Mit dem Geschäft, das noch von der spanischen Kartellbehörde (CNMC) abgesegnet werden muss, erweitert Baleària seine Flotte gleich um 15 Schiffe. Außerdem wechseln rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Land und an Bord in das Unternehmen.
"Ein historischer Schritt"
Für Baleària-Präsident Adolfo Utor ist die Übernahme ein strategischer Meilenstein. Man wolle die notwendige Größe und Stärke erreichen, um sich im hart umkämpften Fährmarkt gegen internationale Großkonzerne zu behaupten. "Sollte die Transaktion zustande kommen, bleibt die Konkurrenzfähigkeit einer lokalen Reederei gewahrt – auch gegenüber den großen internationalen Gruppen, die inzwischen in unseren Gewässern aktiv sind", erklärte Utor. Zugleich will Baleària mit dem Deal das maritime Erbe sichern: Die traditionsreiche Trasmediterránea und die in den Kanaren tief verwurzelte Reederei Armas würden so in neuen Strukturen weiterleben.
Garant für Verbindungen und Arbeitsplätze
Besonders wichtig sei, so Utor, dass Spanien auch künftig stabile Fährverbindungen behalte. "Ohne moderne, verlässliche und regelmäßige Schiffsverbindungen ist die territoriale Einheit Spaniens nicht denkbar", betonte der Präsident. Baleària erfülle diese Rolle seit mehr als 25 Jahren – sichtbar auch während der Corona-Pandemie – und sei entschlossen, dies weiterhin zu tun.
Von Mallorca aus kommt man mit Baleària unter anderem nach Menorca, Ibiza, Barcelona, Denia und Valencia.