Weil der Großteil der Ladenlokale am Paseo Borne und in der Straße Sant Miquel in Palma de Mallorca vermietet ist, interessieren sich große internationale Konzerne und Investoren zunehmend für angrenzende Straßen wie Jaume III, San Nicolás oder Colom. Das geht aus einem Bericht des Beratungsunternehmens Gesvalt hervor. Ihm zufolge sind die Ladenmieten in den beiden erstgenannten Straßen zudem innerhalb von elf Jahren um bis zu 69 Prozent gestiegen.
Neben der Auslastung der Ladenlokale am Paseo Borne und in der Straße Sant Miquel und den gestiegenen Lademieten führt Gesvalt die Stadterneuerung und die Verfügbarkeit von Gebäuden, die derzeit saniert werden, als Gründe dafür an, dass sich der Fokus der Investoren verlagert. Gleichzeitig "behalten beide Achsen ihre komplementären Identitäten innerhalb des Handelsgefüges der Stadt bei", betont das Beratungsunternehmen.
Gesvalt weist darauf hin, dass "sich der Borne und die Sant Miquel in den letzten zehn Jahren unterschiedlich entwickelt haben". Im Jahr 2014 habe sich der Born als wichtigster Einkaufsbereich der Stadt gefestigt, mit Mieten für kleine Ladenlokale von rund 100 bis 130 Euro pro Quadratmeter. Das heißt, für ein 100 Quadratmeter großes Ladenlokal lag die monatliche Miete zwischen 10.000 und 13.000 Euro. Vor zwölf Jahren hätten die Gewerbemieten in Sant Miquel in einer Spanne zwischen 80 und 110 Euro gelegen, das heißt 8000 bis 11.000 Euro für eine 100 Quadratmeter große Ladenfläche in den besten Lagen dieser Straße.
Zwischen 135 und 220 Euro pro Quadratmeter
Seitdem habe der Born seinen Charakter als Premium-Standort mit Bezug zum internationalen Tourismus gefestigt, während sich die Sant Miquel zu einer eher massentauglichen Einkaufsstraße entwickelt habe. Im Jahr 2025 seien die Preise in die Höhe geschossen. Im Born seien sie um 69 Prozent auf einen Höchstwert von 220 Euro pro Quadratmeter gestiegen, sodass der monatliche Preis für ein typisches Geschäftslokal bei 22.000 Euro liegen würde, während sie in Sant Miquel 135 Euro pro Quadratmeter erreichten, was 13.500 Euro entspricht, also 22 Prozent mehr.
In seinem Bericht hebt Gesvalt die Vorteile Palmas als Investitionsstandort hervor: "Es hat eine ganzjährige Handels- und Gastronomieaktivität etabliert." Laut dem Beratungsunternehmen "bestätigt sich Palma als einer der begehrtesten Handelsstandorte im Mittelmeerraum, insbesondere für die führenden internationalen Luxusmarken und Immobilieninvestoren". Hinzu kämen das Bevölkerungswachstum, die Konsolidierung des Premium-Tourismus und der steigende Konsum. "All dies hat die traditionellen Handelsachsen der Stadt unter Druck gesetzt und zu einer Sättigung geführt", heißt es.