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God save the King: Britische Residenten lassen es zur Krönungsfeier krachen

So begingen die Briten auf Mallorca das Krönungsfest von König Charles III. im Majorca Country Club in Santa Ponça. | Youtube: Mallorca Magazin TV

| Santa Ponça, Mallorca |

Um 13.29 Uhr bugsierte der Bischof von Canterbury König Charles III. die Krone auf das in Ehren ergraute Haupt und rief es dann als erster aus: „God Save the King!“ Gott schütze den König, echoten daraufhin alle Anwesenden im Majorca Country Club auf Englisch, die wie unzählige Briten weltweit die Krönungszeremonie live in London oder vor dem Fernseher mitverfolgten.

Die offizielle Feier auf Mallorca, die an diesem Samstag bei herrlichstem Wetter auf dem britisch-dominierten Freizeitgelände samt Golfanlage, Tennisplätzen und Pool stattfand, hatte mehr als eine Hundertschaft hier auf der Insel lebender Briten angelockt. Schon vom späten Morgen an wurde dort bei Kartoffel- und Gurkensalat, Sandwich-Brötchen samt Fish and Chips, Teetörtchen, Bier und Wein gebannt des großen Ereignisses geharrt und eifrig mitzelebriert. Bei jedem Toast, der ausgesprochen wurde, erklang dann, fast wie ein Schlachtruf, erneut die Anrufung des göttlichen Königsschutzes, während die Kinder auf der Hüpfburg tobten.

„Die Menschen waren ergriffen, aber auch einfach nur fröhlich, ausgelassen“, sagte ein teutonischer Zaungast. Britischen Fähnchen flatterten in der Brise, eine eigens engagierte Sängerin intonierte mal Jazzklassiker, mal die Landeshymne, anschließend wurde in der gelösten Atmosphäre sogar zu rockigen Klängen getanzt.

Es war ein Freudenfest für die Briten auf Mallorca, bei dem auch der finstere Humor der Inselbewohner jenseits des Ärmelkanals nicht fehlen durfte. Ein Gast etwa trug eine Kronenimitation auf dem Kopf, samt übergroßen Plastikohren an beiden Seiten. An wen dieser Aufzug wohl erinnern sollte?

König Charles war ebenfalls anwesend, wenn auch nur in Form einer lebensgroßen Pappfigur in fescher Militäruniform mit strahlendem Lächeln. Freundlicherweise hatte man dem papierenen König ein Glas Wein auf einem Stehtisch davor drapiert. So war er, selbst wenn er nicht persönlich dabeisein konnte, eben doch allgegenwärtig. God save the King!

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