Marius Borg Høiby, der wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch mehrerer Frauen vor Gericht stehende älteste Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, war mehrfach auf Mallorca. Der Society-Reporter der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora", Julián Aguirre, spürte die Skandinavien-Royals im Jahr 2003 in den Sommerferien einem Strand von Colònia de Sant Jordi auf. Zwei Jahre später machten die Blaublüter erneut Ferien auf der Insel.
Marius war damals noch ein zartes blondes Kind, sein Stiefvater nahm an der berühmten Regatta "Copa del rey" teil. Der Junge wurde dabei beobachtet, wie er in ein rotes T-Shirt gehüllt im türkisblauen Wasser badete. Die blaublütige Familie wurde damals diskret von mehreren Leibwächtern im Auge behalten.
16 Jahre Gefängnis drohen
Marius Borg Høiby drohen bis zu 16 Jahre Gefängnis. Insgesamt 38 Punkte umfasst die Anklage. Kurz vor Beginn des Prozesses gegen ihn war der 29-Jährige am Sonntagabend festgenommen worden. Das bestätigte seine Anwältin der Nachrichtenagentur NTB, nachdem Untersuchungshaft für einen Zeitraum von vier Wochen beantragt worden war.
Dass Mette-Marit ein uneheliches Kind mit in die Ehe brachte, wurde Anfang des Jahrtausends in Norwegen schnell akzeptiert. Nur eine Stimme warnte damals: die Schwester von König Harald, Prinzessin Ragnhild. Sie sagte in einem Fernsehinterview, sie habe Mitleid mit dem kleinen Marius. Es werde nicht leicht für ihn sein, zu verstehen, warum er anders als seine Geschwister ist, sagte die Prinzessin.