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Demonstrationen gegen Gerichtsurteil

Die Empörung schlug hohe Wellen. | ALEJANDRO SEPULVEDA

Etwa tausend Menschen haben am Donnerstagabend in Palma gegen das Gerichtsurteil gegen fünf Männer protestiert, die sich 2016 in Pamplona an einer 18-Jährigen vergangen hatten. Die Angeklagten waren am Donnerstag wegen sexuellen Missbrauchs zu einer Haftstrafe von neun Jahren verurteilt worden. "Es war kein Missbrauch, sondern Vergewaltigung" riefen die Demonstranten, die Schilder mit Aufschriften wie "Sie glauben mir erst, wenn ich tot bin" trugen.

An der Protestaktion nahmen einige Frauenorganisationen teil, es war aber vor allem ein spontaner Protest, zu dem in sozialen Medien aufgerufen worden war. Regierungspräsidentin Francina Armengol unterstrich ihre "absolute Unterstützung" für das Opfer. Auch in Ibiza und Menorca kam es zu kleineren Protestaktionen.

Die Gruppe, die sich "La Manada" (das Rudel) nennt, hatte die Tat gefilmt. Die Anklage hatte 22 bis 25 Jahre Haft wegen Vergewaltigung gefordert. Der Prozess hatte großes mediales Interesse geweckt. Es gab mehrmals Demonstrationen, weil dem Opfer eine Mitschuld unterstellt worden war, zudem kam vor Gericht zur Sprache, dass sich die Frau nicht richtig gewehrt hätte.

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