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Neue Details zur Vergewaltigung einer Britin: Zwei Iren müssen in U-Haft

Erschreckende Parallelen zum Fall der vergewaltigten Deutschen in Arenal. Freund des Urlaubsflirts kam im Hotelzimmer unangekündigt hinzu

Das Archivfoto von 2019 zeigt Angehörige der Guardia Civil nach einem nächtlichen Einsatz vor ihrer Wache in Magaluf. | Michels

| Magaluf, Calvià, Mallorca |

Nur wenige Tage nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer deutschen Urlauberin auf Mallorca durch fünf junge Männer mit zumeist türkischem Migrationshintergrund an der Playa de Palma haben nun in Magaluf zwei Iren eine junge Frau aus England sexuell missbraucht. Ein Ermittlungsrichter in Palma ließ die beiden Beschuldigten in Untersuchungshaft nehmen. Dort befindet sich seit einer Woche auch das Quintett aus Nordrhein-Westfalen, dem vorgeworfen wird, eine 18-jährige Urlauberin aus Niedersachsen vergewaltigt zu haben.

Die beiden Iren im Alter von 18 und 19 Jahren waren am Mittwoch unmittelbar vor ihrem Rückflug nach Dublin am Airport von Palma am Gate festgenommen worden. Sie müssen sich des Vorwurfs verantworten, eine 18-jährige Britin gemeinschaftlich vergewaltigt zu haben. Auch in diesem Fall soll die Tat im Hotel der Beschuldigten stattgefunden haben, allerdings in Magaluf bei Calvià, dem britischen Party-Pendant zur deutsch-dominierten Ballermann-Zone von S'Arenal.

Wie die Guardia Civil mitteilte, hatte sich die junge Frau mit ihren Freundinnen auf der Amüsiermeile des Küstenortes befunden. Dort hatte sie in der Nacht zum Mittwoch einen der Iren kennengelernt. Man kam sich näher und beschloss – gegen den Rat der Begleiterinnen – das Hotel des Mannes aufzusuchen, um dort einvernehmlich Sex zu haben. Im Zimmer angelangt, stellte sich heraus, dass sich dort auch der Freund des Mannes aufhielt. Die Iren schlugen der Frau vor, mit ihnen beiden zu schlafen. Als die 18-Jährige ablehnte und gehen wollte, sollen die Männer sie zum Bleiben genötigt und missbraucht haben.

Die Frau konnte sich schließlich der Männer entledigen und in ihre Unterkunft zurückkehren. Aufgelöst informierte sie ihre Freundin. Wie im Falle der Deutschen in Arenal alarmierte die Begleiterin über die Hotelrezeption die Polizei. Spezialkräfte der Guardia Civil brachten die Britin zunächst ins Krankenhaus, um sie medizinisch untersuchen und biologische Spuren der mutmaßlichen Täter sicherstellen zu lassen.

Als sich die Beamten auf die Suche nach den Tatverdächtigen machten, stellte sie in deren Hotel fest, dass die beiden das Haus bereits zur Abreise in ihre Heimat verlassen hatten. Das frühe Erscheinen der Iren am Airport nutze ihnen nichts. Kurz vor dem Einchecken für ihren Rückflug klickten die Handschellen.

Die 18-jährige Britin wurde nach der Krankenhaus-Visite zur Wache gebracht, wo sie offiziell Anzeige wegen Vergewaltigung erstattete. Mittlerweile hat die Frau samt ihren Freundinnen Mallorca verlassen.

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