Am Dienstagmorgen hat die Nationalpolizei von Palma de Mallorca den deutschen Polizisten Max F. aus Halle an der Saale verabschiedet. Der 24-Jährige hatte drei Wochen lang im August die spanischen Kollegen in der Balearen-Hauptstadt bei Einsätzen unterstützt. "Vielen Dank an Max, der uns an der Playa de Palma unterstützt hat; ein Ort, der sehr viel Anstrengung und Arbeit verlangt, und mit seiner Hilfe war es sehr viel leichter", sagte der höchste Chef der Polizeiwache, José Luis Santafé.
Gemeinsam mit Max F. wurde auch ein niederländischer Polizist verabschiedet, Ricardo Tahapary, den die niederländische Honorarkonsulin auf den Balearischen Inseln, Ingrid van de Reyt, begleitete. Die beiden Ordnungshüter erhielten von Polizei-Chef Santafé Teilnahmeurkunden an dem Programm "Operation Sommer". Anschließend patrouillierte das Duo mit spanischen Kollegen noch einmal im Stadtzentrum.
Positives Fazit
"Ich bin sehr, sehr zufrieden", sagte Max F. im Rückblick. "Es war eine sehr, sehr schöne Zeit." Während der drei Wochen in Palma wohnte der Deutsche in einem Hotel, das die spanischen Polizei ihm organisiert hatte. "Ich wurde durch viele spanische Kollegen sehr herzlich aufgenommen. Sie haben sich für mich interessiert und mich zum Kaffee eingeladen."
Über seine Einsätze auf der Insel sagte Max F.: "Angesichts der vielen Menschen, die in Palma wohnen, die auf dem Rest der Insel wohnen, und der vielen Besucher, ist es erstaunlich, dass ich in meinen drei Wochen hier nur zwei Verkehrsunfälle erlebt habe. Ich fand die Einsatzlage nicht wirklich hoch für so viele Menschen. Ich habe mir vorgestellt, dass mehr zu tun gewesen wäre. Auf der anderen Seite sind die Nachtschichten an der Playa de Palma sehr stressig: Es gibt viele Diebstähle, viele Raubdelikte, Körperverletzungsdelikte."
Max F. erledigte überwiegend Spätschichten. In den Frühschichten, die er leistete, war er meistens am Hafen von Palma eingesetzt, um bei der Ankunft von Flüchtlingen anwesend zu sein. Auch in der Altstadt, an der Kathedrale, hatte der Deutsche im Streifenwagen oder zu Fuß Einsätze. Dort wurde er auch von Menschen angesprochen, die nicht Deutsch sprachen. "Auf meiner Uniform steht zwar auf Deutsch 'Polizei' drauf, aber ich wurde trotzdem von der ganzen Welt angesprochen."
Max F., der vor seinem beruflichen Einsatz auf Mallorca, der für ihn der erste dieser Art war, schon als Urlauber auf der Insel zu Gast gewesen war, nutzte seine Freizeit in Palma, um sich die Stadt anzuschauen. "Sie hat wirklich sehr viel zu bieten! Ich habe auch mit dem Auto den Rest Mallorcas erkundet und mir die schöne Insel angesehen, ihre Landschaft und tolle Dörfer wie Valldemossa oder Sóller."
Während seiner dreijährigen Polizei-Ausbildung hatte sich Max F. für den Auslandseinsatz auf Mallorca beworben. In der Schule hatte der Deutsche drei Jahre lang Spanisch-Unterricht und verfügt über entsprechende Sprachkenntnisse. "Grundsätzlich kann ich jedem Kollegen empfehlen, so etwas einmal zu durchleben", sagte der 24-Jährige und fügte hinzu: "Ich wäre auch gerne noch länger geblieben."