Den Start in den Mallorca-Urlaub hat sich dieser Mann sicher anders vorgestellt: Denn anstatt einfach in den Ryanair-Flieger zu steigen und gen Insel zu fliegen, musste er sich vor der Bundespolizei am Flughafen Köln/Bonn verantworten. Wie diese in einer Pressemitteilung bekanntgegeben hat, lag gegen den 46-jährigen Polen ein Haftbefehl vor.
Wie die Bundespolizei mitteilt, ereignete sich der Vorfall am Montag, 5. Januar, an dem Airport in Nordrhein-Westfalen. Der Mallorca-Urlauber flog bei einer stichprobenartigen Ausreisekontrolle auf und wurde von den Beamten mit auf die Wache genommen. Wegen Beleidigung lag gegen den Mann ein offener Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Münster vor.
Geldstrafe oder Gefängnis
Der Pole hatte die Wahl: Entweder konnte er für 15 Tage ins Gefängnis, oder musste eine Geldzahlung in Höhe von 1886 Euro leisten. Der Verurteilte entschied sich so: "Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der Mann den geforderten Geldbetrag vollständig begleichen", heißt es in der Pressemitteilung.
Um 16.25 Uhr ist der Mann dann von der Dienststelle der Polizei am Flughafen Köln/Bonn entlassen worden. Die Frage, ob er seinen Ryanair-Flug in Richtung Mallorca noch bekommen hat, konnten die Beamten auf MM-Anfrage nicht beantworten. Vielleicht hatte der Urlauber aber doch noch Glück im Unglück, wie die Flugdaten von Flightradar24 zeigen: Denn statt um 15.15 Uhr hob der Flieger erst mit mehr als zwei Stunden Verspätung um 17.24 Uhr ab.