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Öffentliche Sicherheit in Palma in Gefahr: Polizei klagt über erheblichen Personalmangel

Die Vereinigung der Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung (ATAP) hat bei der Stadtverwaltung einen Antrag gestellt, in dem sie die dringende Einstellung neuer Beamter für die Nachtstreife fordert

Die Gewerkschaft ATAP fordert mehr Personal für die Nachtstreife der Lokalpolizei von Palma

| Palma, Mallorca |

Die Vereinigung der Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung (ATAP) auf Mallorca hat bei der Stadtverwaltung von Palma einen Antrag gestellt, in dem sie die dringende Einstellung neuer Beamter für die Nachtstreife der städtischen Lokalpolizei fordert. Sie versichert, dass die Belegschaft sich in einer "unhaltbaren" Situation befinde, die sowohl die Sicherheit der Bürger als auch die der Beamten gefährdet. Das meldet das Nachrichtenportal "Crónica Balear".

Wie die Gewerkschaft in ihrem Antrag beklagt, habe die Einheit in den letzten zwei Jahren aufgrund von Pensionierungen, befristeten Abordnungen und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen "erheblichen Personalabbau" erlebt. Diese Abgänge seien nicht durch Neueinstellungen ausgeglichen worden, was zu einem Defizit in der Personalstruktur geführt habe. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu anderen Einheiten keine Praktikanten eingeführt werden, obwohl die Nachtstreife aufgrund der Vielfalt und Komplexität der Dienste "ideal für die berufliche Ausbildung" sei, so die ATAP.

Jüngst erhöhte die Lokalpolizei die Anzahl der Schichten der Nachteinheit und richtete neue feste Überwachungsstelle ein, wie beispielsweise an der Plaza de España oder der Plaza de las Columnas. Die Gewerkschaft warnt davor, dass diese Entscheidungen die Situation verschärfen und dazu führen, dass viele Einsätze nicht mehr abgedeckt werden können. Dieser Umstand wiederum erhöhe das Risiko für die Beamten, die mit Aggressionen und Einsätzen mit betrunkenen Personen konfrontiert sind.

Umstrittenes Papier

Der Personalmangel erschwere es der ATAP zufolge den Polizisten außerdem, ihre freien Tage zu genießen, und die Gewerkschaft kritisiert, dass trotz wiederholter Forderungen nach Verstärkung die einzige Antwort der Polizeiführung das Versprechen eines zukünftigen Organisationsplans ohne sofortige Maßnahmen war. Diese öffentliche Kritik erfolgt vor dem Hintergrund starker Spannungen zwischen den Polizeigewerkschaften und der Stadtverwaltung wegen des neuen Organisationsplans für die Lokalpolizei.

Am 18. Dezember protestierten die Gewerkschaften CCOO, CSIF, UGT und SPPME in der Stadtverordnetenversammlung gegen die Verzögerung bei der Umsetzung des Plans, der ursprünglich für den 1. Januar vorgesehen war und schließlich auf das erste Quartal des Jahres verschoben wurde. Obwohl die Stadtverwaltung die Verzögerung auf administrative Probleme und das Warten auf einen Bericht über die Bewertung der Arbeitsplätze zurückführte, bestreiten die Gewerkschaften, dass tatsächlich Fortschritte bei dem Dokument erzielt werden, und werfen der Stadtverwaltung vor, die Fristen zu verzögern.

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