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Beim Versuch, den eigenen Hund zu schützen: Familie auf Mallorca bei Attacke von Belgischem Schäferhund verletzt

Gleich drei Rettungswagen wurden ins Viertel Secar de la Real von Palma beordert. Der Aggressor wurde in die städtische Einrichtung Son Reus gebracht und bleibt dort in Obhut

Das Tier wurde in die städtische Einrichtung gebracht, wo es unter kontrollierten Bedingungen verbleibt | Foto: Unsplash.com (Pedro Sanz)

| Palma, Mallorca |

In Palma de Mallorca hat ein Vorfall rund um einen entlaufenen belgischen Schäferhund für Aufsehen gesorgt: Im Viertel Secar de la Real wurde am Samstag eine Familie verletzt, als sie versuchte, den eigenen Hund vor einem plötzlichen Angriff auf offener Straße zu schützen. Den Polizeiberichten zufolge war das Tier aus einem nahen Haus entkommen und griff direkt den Hund der Familie an, der sich zu diesem Zeitpunkt mit seinem Besitzer auf der Straße befand. Das meldet das Nachrichtenportal "Crónica Balear".

Der Sohn der Familie griff beherzt ein, um seinen Vierbeiner zu verteidigen, wobei er "Bisswunden an beiden Armen" erlitt. Sofort eilten seine Eltern herbei, um tatkräftig zu unterstützen, doch auch sie wurden im Verlauf der Auseinandersetzung verletzt. Der Schweregrad der Verletzungen erforderte prompten medizinischen Einsatz: Gleich drei Rettungswagen wurden an den Ort des Geschehens beordert. Bereits vor Ort wurde deutlich, dass der Sohn mit hoher Wahrscheinlichkeit zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht werden musste.

Polizeieinsatz und Maßnahmen rund um das aggressive Tier

Während des hektischen Geschehens kam es zu weiteren Verletzungen: Die Mutter der Besitzerin des angreifenden Hundes wurde ebenfalls verletzt, die bislang ungeklärten Umstände werden weiterhin von den Ermittlungsbehörden geprüft. Die Einheit für Soforteinsätze der Lokalpolizei in Palma, bekannt als UII (Unidad de Intervención Inmediata), erreichte schnell die Szene und konnte die Kontrolle wiederherstellen. Ihre Anwesenheit wurde in den Polizeiberichten hervorgehoben: Die Beamten "sorgten für die Sicherheit aller Beteiligten und sicherten den Bereich professionell ab".

Trotz der schnellen Intervention der Polizei gestaltete sich die Lage zunächst chaotisch, denn zum Zeitpunkt des Vorfalls war die Besitzerin des Schäferhundes nicht vor Ort. Die Polizei wartete auf ihre Ankunft, um die weiteren Ermittlungen aufzunehmen und die offizielle Protokollierung des Angriffs abzustimmen.

Überführung und Verwahrung in Son Reus

Im Anschluss an das Ereignis wurde das aggressive Tier durch Mitarbeiter der Stadt Palma in die städtische Einrichtung Son Reus gebracht, wo es unter kontrollierten Bedingungen verbleibt. "Es wurde ein umgehender Transfer nach Son Reus veranlasst, um Gefahren für andere zu vermeiden", teilte die Polizei mit. Diese schnelle Reaktion entspricht den geltenden Vorschriften für gefährliche Tiere in der Stadtverwaltung von Palma.

Der Umgang mit entlaufenen oder aggressiven Hunden ist klar geregelt: Nach dem Transfer übernimmt Son Reus die Verantwortung für das Tier, bis die genauen Umstände sowie Haftungsfragen geklärt sind. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wird geprüft, ob gegen die verantwortliche Besitzerin ein Verfahren wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht eröffnet wird.

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