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Sturm wütet weiter auf Mallorca: Tsunamiartige Wellen zerstören Strand im Osten

Die Wassermassen fluteten teilweise ganze Straßenzüge, von den Schäden betroffen sind vor allem die Urlauberhochburgen Cala Rajada und Son Servera

Das Video, das an der Cala Pedruscada aufgenommen wurde, zeigt, wie die Wassermassen in tsunamiartigen Wellen an das Ufer strömen | Video: Meteo de les Illes/privat

| Cala Rajada, Mallorca |

Schon seit Tagen hat das Sturmtief "Harry" auf Mallorca gehörig gewütet – jetzt werden immer mehr Sturmschäden bekannt. Besonders betroffen von den Unwettern waren die Urlauberhochburgen Cala Rajada und Son Servera im Osten der Insel. Ein Video, das an der Cala Pedruscada aufgenommen wurde, zeigt, wie die Wassermassen in tsunamiartigen Wellen an das Ufer strömen.

Zudem ist ein beliebter Strand, die Playa Son Moll, schwer beschädigt worden. Aufnahmen von Augenzeugen zeigen den zerstörten Holzsteg im Sand. Auch ein Chiringuito soll in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Ebenfalls wurden Teile der Strandmauer an der Cala Bona zerstört, durch die Wucht der Wellen sind Fliesen von der Mauer gerissen worden. "Ein Sturm, wie man ihn in Cala Bona noch nie erlebt hat – zumindest nicht seit dem Sturm Gloria, der hier jedoch nicht dieselben Auswirkungen hatte", kommentierte ein Augenzeuge.

Die beliebte Son Moll ist durch das Sturmtief "Harry" stark beschädigt worden. Foto: Meteo de les Illes/privat

Ein weiterer Zwischenfall sorgte während des Sturmtiefs "Harry" für Aufsehen: Eine mehr als 25 Meter lange Luxus-Segelyacht ist nach einem schweren Unwetter an den Strand im Nordosten Mallorcas gespült worden. Der Zweimaster unter deutscher Flagge lag am Mittwochmorgen mitten an der Playa de Sa Marjal in der Gemeinde Son Servera. Am Donnerstagmorgen soll die Yacht geborgen werden.

Das war aber längst nicht alles: Die Sturmwarnung des spanischen Wetterdienstes Aemet ist ausgeweitet und verlängert worden. Bis einschließlich Samstag soll es auf Mallorca sehr windig bleiben, weiterhin sind heftige Sturmböen und hoher Wellengang angekündigt. Nicht nur an den Küsten, sondern auch an Land gilt stellenweise die Warnstufe Gelb.

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