Im Fährhafen von Porto Pí in Palma de Mallorca stehen neue Container bereit, die illegale Migranten beherbergen. Eine offizielle Besichtung wurde am Freitag in Anwesenheit des Vertreters der sozialistisch geführten spanischen Zentralregierung auf den Balearen, Alfonso Rodríguez Badal, über die Bühne gebracht.
Die Anlage verfügt unter anderem über Schlafzelte für insgesamt mehr als 100 Personen, Toilettenräume und Duschkabinen. In einem Lagerzelt werden Decken und Lebensmittel gestapelt. Mehrsprachig – unter anderem auf Französisch und Arabisch – wurden Schilder mit Anweisungen aufgehängt.
Rauchen und Alkohol verboten
Die Migranten, die illegal auf Booten vor allem von Algerien zu den Balearen gelangt worden waren, haben fünf bis zehn Minuten pro Tag Zeit, um sich zu duschen. Das Internet wird jede Nacht um punkt 23 Uhr abgestellt. Rauchen ist streng verboten, der Genuss von Alkohol ebenfalls.
Die Ankunft von illegalen Migranten auf dem Archipel hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Die Mittelmeerroute gilt momentan als die frequentierteste. Ein Containerdorf hatte es in Palma noch nicht gegeben, die flúchtlinge wurden in Wohnungen untergebracht.