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Erst geöffnet, dann pleite: Kioske in Palma werden im Eilverfahren neu ausgeschrieben

Im Oktober waren die städtischen Buden geschlossen worden und sollen so schnell wie möglich wieder betrieben werden

Schon seit vier Monaten sind mehrere Kioske in Palma de Mallorca dicht | Foto: T. Ayuga

| | Palma, Mallorca |

Ein Eis auf die Hand, ein kaltes Getränk und eine Zeitschrift: Wer durch Palma de Mallorca schlendert, hat sicher schon einmal an einem Kiosk Halt gemacht. Doch schon seit Anfang Oktober vergangenen Jahres werden viele dieser Verkaufsstellen im Zentrum der Inselhauptstadt nicht mehr betrieben – doch das soll sich schon bald ändern.

Das Rathaus von Palma arbeitet mit Hochdruck daran, die Bewirtschaftung der fünf städtischen Kioske so schnell wie möglich auszuschreiben. Die Stadträtin für Inneres, Mercedes Celeste, erklärte gegenüber der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora", dass derzeit ein Bericht erstellt werde, um den Zustand der Verkaufsstellen im Zentrum von Palma zu überprüfen. Das gilt für die Buden an der Plaça Progrès, der Plaça Mercat unweit vom legendären Alaska-Imbiss, der Plaça d'Espanya, der Plaça Joan Carles und auf dem Platz vor dem Olivar-Markt.

Sobald ein detaillierter Bericht vorliege, werde man von den derzeitigen Konzessionären – dem Unternehmen Kemfactory – die Schlüssel der Kioske zurückfordern. Der bisherige Betreiber Kemfactory hat inzwischen Insolvenz angemeldet, nachdem im ersten Jahr der Konzession erhebliche wirtschaftliche Verluste angefallen waren. Übernommen wurden die Kioske seitens des Unternehmens erst im September 2024 und rund ein Jahr später geschlossen.

So hübsch und neu sahen die Kioske im Herzen von Palma aus. Foto: my

Parallel dazu hat die Behörde bereits mit der Ausarbeitung der neuen Ausschreibungsbedingungen begonnen. Ziel ist es, dass der Zuschlag künftig nicht allein nach dem wirtschaftlich günstigsten Angebot erfolgt, sondern auch die Erfahrung der Unternehmen in diesem Sektor berücksichtigt wird. „Ich werde dafür kämpfen, dass die Ausschreibung noch in diesem Quartal veröffentlicht wird“, betonte die Stadträtin.

Kioske seit vier Monaten dicht

Schon seit vier Monaten werden die Kioske im Zentrum von Palma de Mallorca nicht mehr betrieben – mit Hinblick auf die bald startende Hauptsaison soll sich das ändern. Der Konzessionsvertrag sieht bei Verstößen Strafen vor, etwa bei ungerechtfertigter Einstellung des Betriebs oder bei Nichtzahlung des Konzessionsentgelts. Letzteres gilt als besonders schwerwiegender Verstoß und kann mit Geldbußen von bis zu 3.000 Euro geahndet werden. In diesem Fall schuldet das Unternehmen der Stadtverwaltung bereits mehr als ein halbes Jahr an Gebühren.

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