Am Flughafen Lübeck sind Polizeibeamte am Freitagmorgen, 6. Februar, zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausgerückt. Ein betrunkener Mallorca-Passagier war in das Airport-Gebäude eingebrochen, um die Nacht nicht in der Kälte verbringen zu müssen. Der 39-Jährige wollte am frühen Freitagmorgen mit einer Ryanair-Maschine auf die Insel fliegen – daraus wurde aber nichts, wie die Polizeidirektion Lübeck in einer Pressemitteilung bekanntgegeben hat.
Ein Flughafenmitarbeiter hatte am Freitagmorgen zuerst eine beschädigte Tür vorgefunden und dann auf den Überwachungskameras eine männliche Person im Terminal beobachtet. Als die Beamten anrückten, trafen sie den Mann im Eingangsbereich des Flughafens an.
Er wollte nicht frieren
Wie die Polizeidirektion Lübeck mitteilt, hatte der Mann aus Niedersachsen einen Flug am Freitagmorgen nach Palma de Mallorca nehmen wollen. "Dafür sei er am Vorabend angereist und habe dann vor den verschlossenen Türen des Flughafens gestanden. Um die Nacht nicht in der Kälte zu verbringen, habe er sich widerrechtlich Zutritt zu dem Gebäude verschafft, wobei eine Eingangstür beschädigt wurde."
Der 39-jährige Mann war auch noch deutlich alkoholisiert, ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 2,7 Promille. Aufgrund der polizeilichen Maßnahmen konnte der Passagier seinen Flug nicht antreten. Wegen des hohen Alkoholwertes wäre er seitens der Airline wahrscheinlich ohnehin nicht an Bord gelassen worden, ergänzte eine Pressesprecherin der Polizeidirektion Lübeck auf MM-Anfrage. Gegen den Mann wird jetzt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs ermittelt.