Nach der Grundüberholung von Palmas emblematischer Plaça d’Espanya erstrahlt im angrenzenden Bahnhofsbereich ein architekonisches Juwel in neuem Glanz: Balearen-Regierungschefin Marga Prohens und Bürgermeister Jaime Martínez eröffneten kürzlich das sogenannte „Terminus”-Gebäude. Hier befand sich ehedem der oberirdische Bahnhof der Stadt, bevor er vor etwa 20 Jahren unterirdisch angelegt wurde.
In dem 1913 vom Ingenieur Eusebi Estada fertiggestellten Bau, der jahrelang ein mit Graffiti beschmierter Schandfleck in der Gegend war, befinden sich nunmehr die Büros und der Kontrollraum der Insel-Eisenbahngesellschaft SFM. Das aufgeräumt wirkende Ambiente wird durch eine für alle zugängliche Bar aufgelockert. Hinzu kommt ein Luftschutzbunker aus dem Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939), der auf ausdrücklichen Wunsch von Prohens renoviert wurde. Bei der Wiederherrichtung des Gebäudes wurde die traditionelle Architektur respektiert und die große Treppe zum ersten Stock beibehalten. Die Arbeiten kosteten insgesamt 3,7 Millionen Euro.
3,6 Millionen Euro für den Intermodal-Bahnhof
Fast genauso viel Geld, nämlich 3,6 Millionen Euro, stehen bereit, um die in die Jahre gekommene „Estación Intermodal” – den unterirdischen Bahnhofskomplex – auf Vordermann zu bringen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen Barrierefreiheit, Sicherheit und Komfort des wichtigsten Verkehrsknotenpunkts der Insel deutlich verbessert werden.
Die Stadt begründet die Baumaßnahmen mit den zuletzt stark gestiegen Nutzerzahlen: Passierten 2019 noch 5,8 Millionen Menschen den Intermodalbahnhof, waren es 2025 rund 16,5 Millionen Fahrgäste – knapp das Dreifache.
Im Zentrum der Arbeiten steht die Erneuerung sämtlicher zehn Rolltreppen – erstmals seit ihrer Installation. Im November wurde bereits mit dem Austausch der Außenroll-treppen zum Haupteingang begonnen. Die Installation der verbleibenden sechs Rolltreppen – vier zum Eingangsbereich und zwei zu den Bussteigen – soll in zwei Etappen 2026 abgeschlossen werden.
Parallel dazu werden die sanitären Anlagen erneuert und an einen besser zugänglichen Standort verlegt. Bereits im ersten Halbjahr sind neue Eingangstüren und taktile Bodenleitsysteme für Sehbehinderte vorgesehen. Hinzu kommen eine Videowand in der Eingangshalle, Info-Bildschirme an den Bussteigen sowie eine neue Leitstelle an den Bahnsteigen. Digitale Kameras und eine moderne Lautsprecheranlage sollen für bessere Überwachung sorgen.