Die Lebenshaltungskosten auf den Balearen, zu denen auch Mallorca gehört, sind die vierthöchsten in ganz Spanien. Das geht aus dem Verbraucherausgabenbericht 2026 der spanischen digitalen Vergleichs- und Beratungsplattform Roams hervor. Demzufolge werden balearische Haushalte in diesem Jahr durchschnittlich rund 33.400 Euro für Wohnen, Einkauf, Energie, Telekommunikation und weitere Posten ausgeben.
Laut dem Bericht gehört die Inselgruppe zu den Gebieten, in denen die Kosten für grundlegende Dienstleistungen am stärksten gestiegen sind, mit einer Zunahme von fast 3900 Euro pro Haushalt. In 2025 belief sich das Jahresbudget für Grundausgaben auf den Balearen auf rund 29.500 Euro und lag damit bereits mehr als 10.000 Euro über dem Landesdurchschnitt (circa 19.500). Im Jahr 2026 liegt der Landesdurchschnitt bei etwa 21.350 Euro, was einen Anstieg von fast 2000 Euro weniger als auf den Balearen bedeutet, und womit diese mehr als 12.000 Euro über dem nationalen Durchschnitt liegen.
Die Auswirkungen dieses Anstiegs spiegeln sich deutlich in der Sparfähigkeit der Haushalte wider. Im Falle der Balearen muss ein Paar mit Hypothek 99,2 Prozent seines Nettogehalts für die Deckung der Grundkosten aufwenden, während diejenigen, die zur Miete wohnen, 93,6 Prozent ihres Einkommens dafür verwenden, was die höchsten Prozentsätze im gesamten Staat sind.
Durchschnitts-Spanier gibt mehr als Hälfte seines Einkommens fürs Wohnen aus
Wohnen ist nach wie vor der größte Ausgabenposten. In Haushalten mit Hypothek belaufen sich die durchschnittlichen jährlichen Ausgaben pro spanischem Haushalt auf 9585 Euro. Bei Mietwohnungen betragen die durchschnittlichen Kosten 12.044 Euro pro Jahr. In beiden Fällen macht Wohnen mehr als die Hälfte der gesamten Grundausgaben aus. Danach ist der Lebensmitteleinkauf mit durchschnittlichen jährlichen Ausgaben von 4097 Euro pro Haushalt der zweitgrößte Posten. Hinzu kommen die Energiekosten, die mehr als 1200 Euro pro Jahr betragen, und die Telekommunikationsrechnung.
Das Budget für Mobilität umfasst die Ausgaben für Kraftstoff und öffentliche Verkehrsmittel sowie die obligatorische Kfz-Versicherung. Hinzu kommen lokale Steuern (Grundsteuer, Müllabfuhr und Kfz-Steuer) und die Wasserrechnung. Schließlich kommen noch Ausgaben für Kleidung, Bildung, digitale Plattformen, Sport und Freizeit außerhalb des Hauses hinzu, die sich auf über 2200 Euro pro Haushalt und Jahr belaufen.