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Gewächshaus, Aquarien, Kulturveranstaltungen: Stadt Palma spricht von Botanischem Garten "Internationalen Ranges"

Erst vor einer Woche übertrug der Inselrat der Stadt das erforderliche Gelände. Jetzt änderte Palma die Nutzungsbedingungen für das grüne Vorzeigeprojekt der Inselhauptstadt. Für Bürger soll der Jardín Botánico so attraktiver werden.

So soll er einmal aussehen, der künftige Botanische Garten Palmas | Foto: Stadt Palma de Mallorca

| | Palma, Mallorca |

Die Stadt Palma hat die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ihren künftigen Botanischen Garten erweitert. Die städtische Baubehörde billigte jetzt eine Änderung des Projektplans von 2023. Damit dürfen die Flächen auch für Freizeit- und Veranstaltungszwecke genutzt werden. Davon soll insbesondere der geplante Botanische Garten profitieren, der nahe Son Fusteret, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schwimmhalle Son Hugo, entstehen soll.

Nach Angaben des zuständigen Stadtrats für Stadtentwicklung, Óscar Fidalgo, ermöglicht die Anpassung unter anderem den Bau eines Gewächshauses oder von Einrichtungen für wissenschaftliche Vorträge und Kongresse. "Keine dieser Veranstaltungen wäre ohne diese Anpassung möglich", sagte Fidalgo am Dienstag gegenüber der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora".

Doch damit nicht genug der Möglichkeiten: Die entsprechenden Flächen des Botanischen Garten sollen nun auch Zoos, Aquarien oder kulturelle Veranstaltungen beherbergen können. Ziel sei es, große öffentliche Anlagen stärker "der Begegnung und der Erholung der Bürger" zu widmen und das öffentliche Freizeitangebot breiter aufzustellen, so Fidalgo.

Mit der nun beschlossenen Nutzungsänderung wird der – noch nicht errichtete – Botanische Garten den übrigen zentralen Einrichtungen Palmas gleichgestellt, darunter dem Teatre Principal, dem Auditorium, der Stierkampfarena und dem Kulturzentrum s’Escorxador.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Inselrat (Consell) der Stadt unentgeltlich die Grundstücke für das Projekt übertragen. Der Botanische Garten soll sich auf zwei Standorte verteilen: den Parc de les Vies nahe Son Fusteret sowie das Gelände Ses Cases des Retiro bei La Bonanova, unweit des Castell de Bellver.

Bürgermeister Jaime Martínez bezeichnete das Vorhaben als "strategisches Schlüsselprojekt". Es werde Palma "als mediterrane Referenz in Nachhaltigkeit, Wissenschaft und Kultur positionieren" und stehe für eine klare Ausrichtung hin zu einer grüneren Stadtentwicklung. Die kostenfreie Übertragung der Flächen mache es möglich, dass alle Bürger Zugang zu einem Botanischen Garten "internationalen Rangs" erhielten.

Geplant ist neben umfangreichen Pflanzensammlungen ein wissenschaftliches und kulturelles Zentrum mit Auditorium, Samenbank, Herbarium sowie Bildungs- und Ausstellungsräumen. Für die Sanierung des historischen Gebäudes in Ses Cases des Retiro sind bereits zwei Millionen Euro vorgesehen. Zunächst soll ein Ideenwettbewerb ausgelobt werden; noch in diesem Jahr soll nach dem Willen der Planer ein Siegerprojekt gekürt werden. Die Bauarbeiten würden nach derzeitiger Planung im Laufe des Jahres 2027 beginnen.

Der Präsident des Consell, Llorenç Galmés, sprach von einem "sehr wichtigen Projekt der Legislaturperiode" und einer historischen Forderung der Bürger der Inselhauptstadt. Mit der geänderten Planung und der gesicherten Flächenübertragung sind nun wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen.

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