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Taucher entdecken hochwertigen Schmuck in vor Mallorca gesunkener Millionen-Yacht

Die Superyacht war im Sommer 2023 in Brand geraten und in der Bucht von Palma gesunken. Für den Eigner gab es jetzt ein unerwartetes Wiedersehen mit verloren geglaubten Wertgegenständen.

Ein echter Überraschungsfund für die Polizeitaucher. Von der Luxus-Segelyacht in rund 40 Meter Tiefe ist nur noch wenig übrig | Foto: Guardia Civil

| | Palma, Mallorca |

Fast zweieinhalb Jahr nach dem Untergang seiner luxuriösen Superyacht wally Tilakkhanahat hat dessen Eigner jetzt Uhren und Schmuck zurückerhalten. Die Guardia Civil übergab dem Mann in Palma drei hochwertige Armbanduhren und einen Goldring, die Taucher im vergangenen Sommer aus dem Wrack seiner gesunkenen Yacht geborgen hatten. Die Wertgegenstände befanden sich nach Behördenangaben in einem Rucksack im Schiffsinneren, der bei einem Übungstauchgang entdeckt und an die Oberfläche gebracht wurde. Am Montag nahm der frühere Eigner die Stücke in der Dienststelle der Guardia Civil in der Carrer de Manuel Azaña entgegen.

Gefunden worden waren die Gegenstände demnach eher zufällig. Die auf Unterwassereinsätze spezialisierte Einheit der Guardia Civil auf den Balearen, die Grupo de Actividades Subacuáticas (GEAS), führte in der Bucht von Palma eine Trainingsmission an einem bekannten Wrack durch. In der Nähe der Koordinaten, an denen die Yacht 2023 gesunken war, stießen die Polizeitaucher auf ein weiteres Wrack, dessen Merkmale mit denen des verunglückten Segelbootes übereinstimmten. Sie hätten daraufhin ihre Übung kurzerhand an diese Stelle verlegt, hieß es am Mittwoch seitens der Behörden. Bei der Durchsuchung des Innenraums entdeckten sie den Rucksack mit persönlichen Gegenständen, darunter die nun zurückgegebenen Uhren und der Ring.

2023 in der Bucht von Palma untergegangen

Nach dem Fund leitete die Guardia Civil Ermittlungen ein, um die frühere Besatzung und den Eigentümer der Wertsachen ausfindig zu machen. Schließlich wurde ein Seemann ermittelt, der zur Crew des gesunkenen Schiffes gehört hatte und dem die Gegenstände zugeordnet werden konnten.

Die Yacht wally Tilakkhanahat, ein 24 Meter langes Luxus-Segelboot der italienischen Werft Wally, war im September 2023 in der Bucht von Palma untergegangen. Nach damaligen Angaben der Rettungsdienste soll ein Kurzschluss während der Fahrt einen Brand ausgelöst haben. In der Folge sei es zu einem Wassereinbruch gekommen.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Medienberichten zufolge drei Crewmitglieder an Bord. Einsatzkräfte des Rettungsbootes Salvamar Libertas brachten das Feuer zunächst unter Kontrolle und nahmen die Yacht in Schlepptau Richtung Hafen von Palma. Vorsorglich war ein weiteres Rettungsboot entsandt worden, nachdem die Salvamar Libertas ihrerseits über Motorprobleme berichtet hatte.

Yacht in Flammen

Beim Einlaufen in den Hafen flammte der Brand an Bord jedoch erneut auf und geriet schließlich außer Kontrolle. Die drei Besatzungsmitglieder konnten unverletzt gerettet werden. Im Zuge des Brand stürzte der Mast ein, wenig später sank der Rumpf auf den Meeresgrund. Nach Angaben der Hafenbehörde liegt das Wrack in rund 40 bis 47 Metern Tiefe und sollte entsprechend gekennzeichnet werden.

Die 2004 gebaute wally Tilakkhanahat fuhr unter britischer Flagge und hatte ihren Heimathafen in Palma de Mallorca. Ihr Wert wurde damals auf etwa 1,5 Millionen Euro geschätzt. Sie nahm regelmäßig an Regatten wie der Superyacht Cup oder der PalmaVela teil.

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