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Verkehr

Bitte aufpassen! Das sind die gefährlichsten Kreisverkehre in Palma de Mallorca

Die Zufahrten zur Ringautobahn Vía de Cintura (Ma-20) sind in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz von Unfällen und brenzligen Situationen gewesen. Jetzt beschweren sich die Anwohner

Vía de Cintura sind wegen der Kreisverkehre und der Zebrastraifen oft gefährlich | Foto: F. F.

| Palma, Mallorca |

Autofahrer auf Mallorca aufgepasst! Mehrere Zufahrten zur Ringautobahn Vía de Cintura (Ma-20) in Palma sind in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz von Unfällen und brenzligen Situationen gewesen. Besonders Fußgänger schlagen deshalb jetzt Alarm: Sie sorgen sich über die hohen Geschwindigkeiten mancher Fahrzeuge beim Ein- und Ausfahren aus den Kreisverkehren, die Wohngebiete, Sportanlagen und Schulzonen mit der Ringstraße verbinden.

Kritik gibt es vor allem an den Beschleunigungsspuren, die unmittelbar hinter den Zebrastreifen beginnen. Für viele Passanten wirken diese Übergänge wie eine "Falle". Wer regelmäßig zu Fuß unterwegs ist, berichtet von riskanten Momenten — insbesondere an den Zugängen beim Gefängnis von Palma, beim Stadion Son Moix und im Bereich der Abfahrten zu den Schulzentren in Son Rapinya.

"Manche Fahrer bremsen beim Verlassen des Kreisverkehrs nicht genug ab, weil sie schon auf die Vía de Cintura wollen", erzählt eine Frau, die mehrmals pro Woche die Brücke zwischen den beiden Gefängnissen überquert. Dort nutzt sie einen Fußweg mit Zebrastreifen. "Wenn sie im Kreisel anhalten, ist alles gut. Aber wenn sie mit Tempo kommen, wird es gefährlich."

Anwohner und Spaziergänger fordert Änderungen

Ein ähnliches Bild zeigt sich an der Auffahrt von Son Moix in Richtung Andratx. "Diese Zebrastreifen schützen uns nicht wirklich", klagt ein älterer Mann, der fast täglich mit seinem Enkel unterwegs ist, um vom Viertel Son Cotoner zum Sportzentrum zu gelangen. Oft sei die Sicht eingeschränkt — und nicht immer würden Autofahrer die Fußgänger rechtzeitig erkennen.

"Wir sind unserem Schicksal überlassen", schreibt eine weitere Anwohnerin in einer Beschwerde an die spanischsprachige MM-Schwesterzeitung Ultima Hora. Das Problem liege nicht nur an unaufmerksamen Fahrern, sondern am gesamten Konzept: Lage, Beschilderung und erlaubte Geschwindigkeit machten einige Übergänge besonders riskant.

Gefordert werden nun konkrete Maßnahmen. Im Gespräch sind unter anderem Tempolimits vor den Überwegen, erhöhte Zebrastreifen, bessere Beleuchtung sowie eine Verlegung mancher Querungen an besser einsehbare Stellen.

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