Am vergangenen Mittwoch haben mehr als zwanzig Architekten das ikonische Gesa-Gebäude in Palma de Mallorca besuchen dürfen. Sie verschafften sich einen Eindruck von der Immobilie, weil sie an dem Architekturwettbewerb der Stadt zur Umgestaltung des Gebäudes in einen Kultur- und Innovationskomplex teilnehmen wollen. Die Fachleute waren beeindruckt von den Räumlichkeiten und der Aussicht von der Dachterrasse über die Meerespromenade.
"Es ist ein architektonisches Vorzeigeprojekt und dieses Gebäude hat trotz der Meinung eines Teils der Bevölkerung eine große Zukunft in der Stadt", sagte ein Teilnehmer des Rundganges, der aufgrund der Wettbewerbsregeln anonym bleibt. "Es ist ein Geschenk, an diesem Wettbewerb mitzuarbeiten. Es wäre wunderbar, dieses Gebäude wiederherstellen zu können. Glücklicherweise wurde dieses Gebäude, ein zeitgenössisches Wahrzeichen der Stadt, unter Denkmalschutz gestellt."
Symbiose zwischen Alt und Neu geplant
Das Gebäude, das den ehemaligen Namen des heute Endesa genannten Energieunternehmens trägt, wurde vom Architekten Josep Ferragut entworfen. Der Denkmalschutz verlangt, dass das bestehende Volumen, die Treppen und originale Elemente wie die Leuchten von Luis Castaldo erhalten bleiben. Auch die Wände mit Holzvertäfelungen, die Mosaikfliesen oder der Beton aus den 60er Jahren werden mit der künftigen Architektur koexistieren.
Die Architekten haben bis zum 1. April um 14 Uhr Zeit, um ihre Entwürfe einzureichen. Ihnen stehen 30.000 Quadratmeter zur Verfügung, um diesen Kultur- und Innovationskomplex zu entwickeln, der öffentliche Einrichtungen, Parkplätze und Freiflächen umfassen wird. Das Projekt, dessen Gesamtbudget sich auf 91 Millionen Euro beläuft, wird zwei neue Einrichtungen umfassen: Eine davon ist für administrative und soziokulturelle Zwecke vorgesehen, die andere wird zu 20 Prozent für Vorschläge offen sein.