Die drei Reedereien, die die wichtigsten Fährrouten zwischen dem spanischen Festland und Mallorca bedienen, Baleària, GNV und Trasmed, sowie der Inselrat haben vereinbart, einen "intensiven Dialog" aufzunehmen und eine Arbeitsgruppe zu bilden, um anhand von Daten und im Konsens die Beschränkung der Einfahrt von Fahrzeugen auf dem Seeweg zur Insel zu analysieren. Darüber hinaus kündigte der Inselrat für Territorium, Mobilität und Infrastruktur, Fernando Rubio, an, sich erneut mit der Mietwagenbranche zu treffen, um ein "möglichst realistisches" entsprechendes Gesetz zu verabschieden.
Die Inselverwaltung und die drei Unternehmen werden eine ständige Arbeitsgruppe bilden, um Daten und Wissen auszutauschen, mit dem Ziel, die institutionelle Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsam auf ein nachhaltigeres Raumplanungsmodell hinzuarbeiten. Im Gegensatz zu der bereits auf Ibiza geltenden Regelung müssen die Reedereien die Gebühr nicht für Fahrzeuge erheben, die auf Mallorca anlegen. Diese Aufgabe wird der Inselrat mit einem eigenen Dienst übernehmen. In jedem Fall erschweren die Zeitvorgaben und die politische Unterstützung für die Umsetzung der auch auf Formentera eingeführten Maßnahme die Verabschiedung in dieser Legislaturperiode.
Der Präsident von Baleària, Adolfo Utor, begrüßte die vorgeschlagene Initiative, da sie einvernehmlich umgesetzt werden soll. "Die drei Reedereien haben sich gegenüber dem Inselrat als absolut loyal gezeigt, damit dieser die besten Maßnahmen zur Verteidigung eines nachhaltigen Tourismusmodells ergreift, mit dem man einverstanden ist, da es sich um Unternehmen handelt, die seit Jahren auf den Inseln ansässig sind", erklärte er. An dem Treffen nahmen auch Leonardo Asensio (GNV) und Miguel Pardo (Trasmed) teil.
"Sehr positive" Schlussfolgerungen
Inseldezernent Rubio erklärte seinerseits, dass zur Regulierung der Einfahrt von Fahrzeugen ein "maximaler Konsens mit der Branche" erforderlich sei, weshalb man aus dem Treffen mit der Schifffahrtsbranche "sehr positive" Schlussfolgerungen ziehe. Auf die Frage, ob es eine Prognose gebe, wann der Gesetzestext vorgelegt werden könne, betonte er, dass "die Einigung mit der Branche" von grundlegender Bedeutung sei, ohne jedoch ein konkretes Datum zu nennen.
Rubio betonte, dass die Arbeitsgruppe mit den Reedereien die Daten der bereits vom Inselrat durchgeführten Frachtstudie mit den vom Sektor bereitgestellten Daten ergänzen werde. Die Reedereien äußerten jedoch Zweifel daran, dass die Regulierung der Einfahrt von Fahrzeugen die Lösung für die Verkehrsprobleme auf dem Straßennetz sei, da sie den Anteil der mit Schiffen ankommenden Fahrzeuge für minimal halten und sich daher gegen das in Ibiza verabschiedete Gesetz ausgesprochen haben.