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Auf Zimmersuche? Diese No-Gos mindern auf Mallorca die Erfolgschancen

Wer in der Inselhauptstadt mit Rex und Kippe in einer WG unterkommen will, tut sich deutlich schwerer als "Alleinstehende" und Gesundheitsfanatiker. Immerhin, in anderen Städten liegt die Toleranzgrenze meist noch niedriger.

WG-Suche mit vierbeinigem Anhang gestaltet sich in Palma schwierig – aber nicht so schwierig, wie auf dem Festland. | Foto: Freepik

| Palma de Mallorca |

Wer in Palma de Mallorca ein Zimmer sucht, braucht derzeit vor allem Geld und Geduld – und im Zweifel die Bereitschaft, auf Gewohnheiten zu verzichten. Auf der Wunschliste von Wohngemeinschaften ganz unten: Raucher und Haustierbesitzer. Die haben es auf dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt der Inselmetropole besonders schwer.

Der Trend zum WG-Leben nimmt in Palma weiter zu, nicht zuletzt aus pragmatischen Gründen. Akuter Wohnungsmangel und die hohen Mieten zwingen die Menschen zum Zusammenleben. Doch das Teilen einer Wohnung bringt so manche Herausforderungen mit sich – und nicht jeder Lebensstil ist willkommen.

Besonders zwei Gruppen stehen laut einer aktuellen Erhebung des Immobilienportals Idealista vor Problemen: Menschen mit Haustieren und Raucher. Beide hätten es deutlich schwerer als andere, ein Wg-Zimmer zu finden. Allerdings mit regionalen Unterschieden.

In Palma selbst ist die Lage im nationalen Vergleich noch vergleichsweise günstig: In 24 Prozent der angebotenen Zimmer sind Haustiere erlaubt, in 13 Prozent wird Rauchen toleriert. Landesweit dagegen, so das Portal, hätten es Raucher etwas leichter als Tierhalter – wenn auch auf insgesamt niedrigerem Niveau. Nur zehn Prozent der Angebote erlauben das Rauchen, lediglich acht Prozent akzeptieren Haustiere.

Ein Blick in andere Städte zeigt deutliche Unterschiede. Besonders tierfreundlich ist das katalanische Girona: Dort sind in 36 Prozent der inserierten Zimmer Haustiere erlaubt. Es folgen Santa Cruz de Tenerife (32 Prozent), San Sebastián (27 Prozent) und Tarragona (26 Prozent). Am anderen Ende der Skala liegen die eher ländlichen Städte Teruel und Segovia – hier sind Haustiere praktisch ein Ausschlusskriterium, nur zwei Prozent der Angebote lassen Tiere zu.

Raucher wiederum haben in Melilla die besten Karten: 30 Prozent der Zimmer stehend dort auch Nikotinkonsumenten offen. Dahinter folgen Cáceres (25 Prozent) und Lleida (18 Prozent). Auffällig: In den großen Metropolen ist die Toleranz deutlich geringer. Barcelona und Sevilla kommen jeweils auf 14 Prozent, Palma auf 13 Prozent. Besonders schwierig ist die Lage in Valencia – dort erlaubten nur drei Prozent der Anbieter den Griff zur Kippe. Auch Madrid und Las Palmas de Gran Canaria zeigen sich mit jeweils sechs Prozent wenig entgegenkommend.

Das Fazit der Plattform fällt entsprechend nüchtern aus: "Der Zimmermarkt und das damit verbundene Zusammenleben erfordern klare Regeln von Anfang an, um spätere Konflikte zu vermeiden." Und mit diesen würde oft schon in den Anzeigen begonnen. Für Wohnungssuchende heißt das: Wer mit Vierbeiner einzieht oder nicht auf die Zigarette verzichten will, muss entweder länger suchen – oder seinen Lebensstil ändern.

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