Spanische Nationalpolizisten haben in Málaga Francisco de Borbón, einen entfernten Cousin von König Felipe VI., wegen des Verdachts auf Geldwäsche festgenommen. Auch drei weitere Personen gingen ins Netz. Diese stehen mutmaßlich in Verbindung mit einem Drogenring in Verbindung.
Aus Polizeiquellen verlautete am Dienstag, dass unter den vier Festgenommenen eine Frau und ein Anwalt sind. Francisco de Borbón soll angeblich über ein Kryptowährungsunternehmen mit der Geldwäsche der Gewinne der Drogenhändlerorganisation in Verbindung stehen.
Kokain in Obstcontainern
Es ist vorgesehen, dass de Borbón am Mittwoch dem Richter der Audiencia Nacional Francisco de Jorge vorgeführt wird, der seit November 2024 die Ermittlungen leitet. Damals war die Polizei gegen ein Netzwerk vorgegangen, das versuchte, Kokain in Obstcontainern nach Spanien zu schmuggeln. In diesem Zusammenhang wurde der ehemalige Chefinspektor für Wirtschaftskriminalität der Kriminalpolizei der Polizeibehörde von Madrid festgesetzt.
Den Ermittlern zufolge deckte dieser den Drogenschmuggel in Containern und soll für jede Lieferung, die er der Organisation ermöglichte, rund eine Million Euro kassiert haben. Bei Durchsuchungen wurden in seinem Haus in Alcalá de Henares (Madrid) 20 Millionen Euro gefunden, die in die Wände eingemauert waren, und fast eine weitere Million, die in seinem Büro in der Polizeibehörde versteckt war.