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Frist für Ausschreibung steht

Kauf- und Mietinteressierte müssen sich bis 17. März melden

Soll von 2016 an jährlich rund 65.000 Besucher im Jahr anlocken: Palmas Kongresspalast. | Foto: Joan Torres

| Palau de congresos, Palma de Mallorca |

Der vierte Versuch von Balearen-Regierung und Stadtverwaltung Palma, einen Betrieber für den in Bau befindlichen Kongresspalast samt Tagungshotel zu finden, konkretisiert sich: Nach der nunmehr erfolgten Veröffentlichung im Amtsblatt endet die Ausschreibungsfrist am 17. März 2015, teilte das Rathaus am Montag mit.

Die verschiedenen Optionen für die Bewerber auf die Ausschreibung sind hierarchisch angelegt: Vorrangig behandelt werden Kaufanträge. Sollte sich kein Kaufinteressent finden, rücken Mietinteressierte nach.

Der Kauf bezieht sich dabei auf das angeschlossenen Hotel, nicht auf das Kongressgebäude selbst. Dieses bleibt in öffentlichem Besitz, muss aber vom Hotelinhaber betrieben werden. Der Kaufpreis für das Hotel ist mit 40,5 Millionen Euro ausgeschrieben, plus einer Pacht von jährlich 350.000 Euro für den Kongresspalast und einer fünfprozentigen Umsatzbeteiligung. Dauer des Vertrages: 20 Jahre, mit Verlängerungsoptionen bis 2052.

Die zweite Möglichkeit ist, Hotel und Kongresszentrum zu mieten, mal mit, mal ohne Kaufoption. Die Pacht beträgt, 1,5 Millionen Euro jährlich plus einer fünfprozentigen Umsatzbeteiligung. Wird ein Betreiber gefunden, hat er nach der Schlüsselübergabe 120 Tage Zeit, um den Komplex zu eröffnen.

Die verschiedenen Kauf- und Mietoptionen wurden den Angaben zufolge von der Unternehmensberatung Ernst & Young konzipiert. Details zur Auschreibung und die notwendigen Unterlagen veröffentlichte die Stadt im Internet.

Der Abschluss der Bauarbeiten ist für August dieses Jahres terminiert, die offizielle Eröffnung von Hotel und Kongresspalast sind für das erste Quartal 2016 vorgesehen. Die Stadt Palma rechnet mit jährlich 65.000 Tagungsbesuchern, die im Schnitt drei Tage in Palma bleiben und pro Tag rund 210 Euro ausgeben.

Die Gesamtkosten für das Vorzeigeprojekt dürften die Steuerzahler bei Fertigstellung rund 120 Millionen Euro gekostet haben.

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