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Schon im kommenden Winter: Ryanair streicht Spanien-Flüge radikal zusammen

Die Einschnitte würden "ziemlich hart" und "sehr drastisch", so Geschäftsführer Eddie Wilson

Ryanair-Flieger in der Luft | Foto: Ryanair

| Palma, Mallorca |

Die auch Mallorca anfliegende irische Discount-Airline Ryanair will bereits im kommenden Winter eine Million Sitzplätze auf spanischen Regionalflughäfen zusammenstreichen. Damit reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Mittwoch auf eine vor einigen Wochen vom Flughafenbetreiber Aena angekündigte Erhöhung der Flughafengebühren.

Der Geschäftsführer der Fluggesellschaft, Eddie Wilson, äußerte, dass das Unternehmen diese Entscheidung aufgrund der "Gleichgültigkeit" der spanischen Regierung getroffen habe, die zulasse, dass die regionale Infrastruktur "verfällt und nicht ausreichend genutzt wird". "Wir werden dort investieren, wo wir eine Rendite erzielen können", versicherte er. Ryanair fliegt auch von Mallorca aus Ziele in Spanien wie etwa Zaragoza, Madrid, Barcelona oder Sevilla an.

Aena gehört zu 51 Prozent dem Staat

Ryanair übt damit Druck auf Spanien aus, die Verwaltung von Aena, die zu 51 Prozent vom Staat kontrolliert wird, zu reformieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Regionalflughäfen zu verbessern, die seiner Meinung nach aufgrund einer "fehlgeschlagenen Gebührenstruktur" bereits "zu fast 70 Prozent leer" sind.

Aena hatte angekündigt, die Gebühren bis zum kommenden Jahr um 6,5 Prozent auf knapp über 11 Euro pro Passagier zu erhöhen. Das sei "unbegründet und schädlich", so Eddie Wilson. Vor einigen Wochen hatte er bereits versichert, dass die Kürzung "ziemlich hart" und "sehr drastisch" ausfallen werde.

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