Schon seit Tagen ist die Bundesrepublik unter einer dicken, weißen Decke verschwunden – und auch weiterhin zieht der Wintersturm "Elli" mit geballter Schneeladung über das Land und trifft weite Teile Deutschlands. Wer in diesen Tagen nach Mallorca fliegen will, sollte mehr Zeit einplanen. Denn obwohl die deutschen Airports gut auf aktuell Wetterlage vorbereitet sind, haben sie jetzt Empfehlungen für Passagiere herausgegeben. Zudem könnte es zu Verspätungen kommen.
Unter anderem bittet der Flughafen Frankfurt auf seiner Webseite "um eine frühzeitige Anreise zum Airport": "Fluggäste sollten sich am Freitag und Samstag bitte drei Stunden vor Abflug im Terminal einfinden." Weil es witterungsbedingt "zu Verspätungen und vereinzelten Flugausfällen" kommen kann, sollten Passagiere vor der Anreise an den Flughafen "unbedingt" ihren Flugstatus prüfen. Ein ähnlicher Text liest sich beim Hamburg Airport: "Aufgrund der anhaltenden Extremwetterlage kommt es im Luftverkehr zu Einschränkungen und Verzögerungen."
"Ruhiger Winterbetrieb"
"Wir werden situativ entscheiden, wie es weitergeht", sagte die Sprecherin am größten deutschen Airport in Hessen. Am Donnerstag mussten wegen des Winterwetters rund 200-mal Flugzeuge enteist werden. 25 Enteisungsfahrzeuge waren im Einsatz, das sei "ruhiger Winterbetrieb", wie Fraport mitteilte. Die Wetterlage werde im Tagesverlauf weiter sorgfältig beobachtet, vor allem mit Blick auf den Wind.
Der Deutsche Wetterdienst sagte "von Südwesten aufkommende, teils kräftige Schneefälle" voraus, die sich bis zur Elbe ausbreiten. Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann. Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee – bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind – in Regen übergehen. Dann wird es sehr glatt.
Kein außergewöhnlicher Wintersturm
"Es ist ein winterlicher Sturm und – wenn man das große Ganze betrachtet – nichts sonderlich Außergewöhnliches." Dennoch: Für weite Teile Deutschlands, vor allem für den Norden die Mittelgebirge, gelten Unwetterwarnungen des Wetterdienstes. Die aktuelle Lage hat auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr, zudem hat es teilweise Schulausfälle in einigen Bundesländern gegeben.