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Nahe Hotels und Traumstrand auf Mallorca: Diese besetzte Apartmentanlage ist total verschmutzt und verwahrlost

Ein Reporter der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" besuchte die Espigol-Apartments in Can Picafort. Er kam aus dem Staunen kaum mehr heraus

Foto: Ultima Hora

| Can Picafort, Mallorca |

Sie liegen in einem Wohngebiet in dem bei Deutschen sehr beliebten Urlaubsort Can Picafort, die Espigol Beach Apartments. Die Anlage ist im Laufe der Jahre aber zu einem Paradebeispiel für das Phänomen der Hausbesetzung auf Mallorca geworden. Aufgrund eines Gerichtsverfahrens nach Anzeigen wegen Betrugs beim Verkauf dieser ursprünglich für touristische Zwecke erbauten Apartments als Wohnimmobilien ist der Komplex seit Jahren "blockiert", ohne dass eine Lösung in Sicht ist und ohne dass die Behörden dort tätig werden können.

Familien aus Schwarzafrika oder Angehörige der Roma-Ethnie kommen dem Redakteur der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora entgegen und versichern mit überraschtem Gesichtsausdruck und ganz offen, dass sie dort als Besetzer leben, dass sie keine Eigentümer sind.

Der Ferienkomplex umfasste 28 Apartments

Die Geschichte der Espigol Beach Apartments reicht etwa zwei Jahrzehnte zurück. Diese Gebäude wurden ursprünglich für touristische Zwecke errichtet, um dann als Wohnimmobilien verkauft zu werden, obwohl sie keine Bewohnbarkeitsbescheinigung hatten und nicht den städtebaulichen Vorschriften entsprachen. Der Ferienkomplex umfasste 28 Apartments, deren Nutzung nicht in Wohnzwecke umgewandelt werden durfte. In dem bereits erwähnten Prozess wurde offen zugegeben, dass die Zimmer illegal als Wohnraum vermarktet wurden, und die neuen Eigentümer zahlten in einem Fall bis zu 173.000 Euro.

Abenteuer für Risikofreudige

Trotzdem finden sich im Internet Angebote für diese 58 und 60 Quadratmeter großen Wohnungen. Sie stehen dort für 67.000 bis 67.500 Euro zum Verkauf. Wobei das Portal, auf dem sie angeboten werden, versichert, dass es in dem Block besetzte Wohnungen gibt, dass man keinen Zugang zu den Versorgungsleistungen wie Strom und Wasser hat, da keine Bewohnbarkeitsbescheinigung vorliegt. Und es heißt ferner, dass sie als „mittel- bis langfristige Investition“ für diejenigen verkauft werden, die sich auf ein Abenteuer einlassen und ein großes Risiko eingehen wollen.

Die Dachterrasse des am meisten vernachlässigten Blocks, Nummer 9 in der Straße Joan Gomila es Maonès, weist einen bemerkenswerten Zustand der Verwahrlosung auf. Am Eingang schläft ein Migrant aus Schwarzafrika, und draußen hat der Hund eines der Hausbesetzer in einem Abstellraum zwischen zerbrochenen Fensterscheiben und anderen Möbeln oder Ablagerungen seinen Platz gefunden.

Die Bürger von Can Picaforts Viertel Son Bauló bedauern diese Vernachlässigung und das schlechte Image, das die umstrittenen Espigol Beach-Apartments vermitteln, und fordern von den Eigentümern (Immobiliengesellschaften, Banken, Unternehmen...) eine angemessene Instandhaltung sowie vom Gemeindetrat von Santa Margalida Maßnahmen „zum Schutz der Anwohner.

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