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Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum auf Mallorca bestohlen

Einsatz der Polizeibeamten und Zivilgardisten von Bunyola nach dem Einruch in das von Gerhart Baum bewohnte Anwesen. | Alejandro Sepúlveda

| Bunyola, Mallorca |

Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum ist auf Mallorca Opfer eines Diebstahls samt Einbruch geworden. Wie die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Sonntag berichtet, verbrachte der 87-jährige FDP-Politiker gemeinsam mit seiner Frau einen Urlaub auf einem Privatanwesen in Bunyola, das einer Bekannten Baums gehören soll.

Baum und seine Frau hatten sich am Freitag zum Einkaufen in das nördlich von Palma gelegene Dorf begeben, als die unbekannten Täter zuschlugen. Die Lokalpolizei und die Guardia Civil, die in dem Fall ermitteln, gehen davon aus, dass die unbekannten Täter den Moment im Vorfeld ausgespäht und abgepasst hatten. Sie brachen eine Türe auf und verschafften sich Zugang in das Wohnhaus. Dort brachen sie weitere Türen auf, durchsuchten Schubladen und Schränke, entwendeten Geld, Schmuck, eine Stereoanlage, einen Fernseher und einen Laptop.

Als Baum, der von 1976 bis 1982 unter Bundeskanzler Helmut Schmidt das Ressort des Innenministeriums leitete, in das Haus zurückkehrte, entdeckte er, was geschehen war und rief die Polizei. Die rasch herbeigeeilten Beamten überprüften das Anwesen, um festzustellen, ob der oder die Täter sich noch auf der Finca befanden, konnten aber niemanden mehr entdecken. Anschließend nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf.

Wie Ultima Hora unter Berufung auf die Polizei weiter berichtet, seien Baum und seine Frau bereits wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Der Einbruch in die als Luxusanwesen bezeichnete Unterkunft wurde von der Eigentümerin der Immobilie angezeigt. Die Ermittlungen der Polizei sind nicht abgeschlossen. Bisher konnte kein Verdächtiger festgenommen werden.

Gerhart Baum hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten immer wieder einmal zu Besuchen auf Mallorca aufgehalten. Allerdings achtet der ehemalige Minister dabei sehr auf die Wahrung seiner Privatsphäre.

Der in Dresden geborene Rechtsanwalt war von 1972 bis 1994 Mitglied des Bundestages und gilt nach wie vor als einer der profiliertesten Vertreter des linksliberalen Flügels der FDP, der sich für den Schutz von Bürgerrechten einsetzt und deren Einschränkung durch staatliche Überwachungsmaßnahmen zu verhindern sucht.

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