Die örtliche Polizei von Mallorcas Inselhaupstadt Palma hat am Donnerstag einen Großeinsatz gegen den Verkauf gefälschter Waren in der Playa de Palma durchgeführt. Unterstützt von zwei Sachverständigen für Fälschungserkennung durchsuchten die Beamten an dem bei deutschen Urlaubern beliebten Küstenstreifen systematisch Geschäfte. Insgesamt sollen 22 Betriebe kontrolliert werden, wie Polizeiquellen mitteilten. Darüber berichtet am Abend die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora".
An dem Einsatz waren nach Behördenangaben "etwa 40 Beamte" beteiligt. Zu den beschlagnahmten Gegenständen zählen Handtaschen, T-Shirts, Mützen, Tücher, Schlüsselanhänger, Handtücher und Sonnenbrillen – allesamt mutmaßliche Kopien internationaler, renommierter Hersteller. Die Polizei wertet dies als "mutmaßliches Delikt gegen das gewerbliche Eigentumsrecht". Die Verwaltungsakten würden an die Justizbehörden weitergeleitet, die über mögliche rechtliche Konsequenzen entscheiden sollen.
Der massive Polizeieinsatz erregte erhebliches Aufsehen bei Touristen und Anwohnern. Es ist bereits die zweite Großaktion gegen gefälschte Ware binnen weniger Wochen: Anfang Juli waren rund 20 Beamte mit Drohnen und Spezialeinheiten gegen illegale Straßenhändler zu Füßen der Kathedrale La Seu in Palma vorgegangen. Dabei beschlagnahmten sie so viele Waren, dass sechs Container gefüllt werden konnten.
Die Behörden kündigten weitere gezielte Kontrollen in touristisch relevanten Gebieten an. Gerade in der Hochsaison stelle der illegale Handel ein "ein anhaltendes Problem" dar, das sowohl den legalen Einzelhandel schädige als auch gegen städtische Verordnungen verstoße.