Ein Chaos-Flug von Mallorca nach Schweden aus dem vergangenen Sommer wird jetzt gründlich untersucht. Um Kampfflugzeugen auszuweichen, hatte die Maschine im Juni vergangenen Jahres kurz vor der Landung in Stockholm ein Ausweichmanöver durchführen müssen. Dabei war eine Flugbegleiterin so schwer verletzt worden, dass sie sich an Bord das Bein brach. Der Fall wird nun seitens der schwedischen Unfalluntersuchungsbehörde geprüft, berichtet das Branchenportal "Aviation Herald".
Dem Bericht zufolge ereignete sich der Vorfall am 18. Juni 2025. Ein Passagierflugzeug der Airline Norwegian Air Sweden befand sich auf dem Weg von Palma de Mallorca zum Airport Stockholm Skavsta. An Bord der Boeing 737-800 befanden sich 125 Menschen. Während des Landeanflugs musste die Crew kurzfristig ein Ausweichmanöver durchführen.
Kollision mit Kampfflugzeugen vermieden
Auslöser des Manövers war ein automatisches Warnsystem zur Kollisionsvermeidung, das der Crew befahl, das Flugzeug kurzzeitig steigen zu lassen, um einen möglichen Zusammenstoß mit militärischen Kampfflugzeugen zu vermeiden, die gerade vom selben Gebiet um Stockholm gestartet waren. Die Piloten folgten dieser Anweisung und zogen den Flieger wieder hoch.
Durch das abrupte Manöver wurde eine Flugbegleiterin schwer verletzt und erlitt einen Beinbruch. Nachdem keine Gefahr mehr bestand, setzte die Maschine ihren Anflug fort und landete rund 16 Minuten später sicher am Flughafen von Stockholm Skavsta, berichtet "Aviation Herald". Nun hat die schwedische Unfalluntersuchungsbehörde eine Untersuchung in dem Fall eingeleitet und stuft diesen als Flugunfall ein.