Zu Füßen des Gebirgszugs Serra de Tramuntana auf Mallorca wird der Traumjob für Liebhaber von Natur und Ruhe frei. Die Fundació Castell d’Alaró hat das Verfahren zur Neuvergabe des Herbergsbetriebs auf der historischen Burg eingeleitet. Anlass ist der Abschied des langjährigen Betreibers Natxo Bou, der die Herberge nach 14 Jahren im März verlässt.
Die Stiftung, getragen von der Gemeinde Alaró und der Kirche, sucht über eine öffentliche Ausschreibung einen neuen Betreiber für die mehrjährige Konzession. Diese umfasst nach Informationen der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" die vollständige Bewirtschaftung des Übernachtungsbetriebs mit maximal 30 Schlafplätzen sowie den Betrieb von Restaurant und Bar.
Darüber hinaus gehören den Ausschreibungsbedingungen zufolge Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten und die Abfallentsorgung zu den Aufgaben. Auch die Mitwirkung an der kulturellen Belebung des unter Denkmalschutz stehenden Areals ist Teil des Vertrags. Der Betrieb muss ganzjährig geöffnet sein, mit Servicezeiten von 8 bis 23 Uhr.
Das Vergabeverfahren wird elektronisch über eine Plattform für öffentliche Aufträge abgewickelt. Angebote können bis zum 3. März eingereicht werden. Vorgesehen ist ein Mindestpachtzins von 2.000 Euro pro Quartal zuzüglich Mehrwertsteuer, der von den Bietern erhöht werden kann. Die Bewirtschaftung erfolgt auf eigenes Risiko des künftigen Konzessionärs. Ziel der Ausschreibung sei es, eine "professionelle, nachhaltige und dem historischen Ort angemessene Führung" der Burg sicherzustellen, heißt es.
Der ausscheidende Natxo Bou kam 2007 als Helfer seines Vorgängers auf das Castell und übernahm 2012 gemeinsam mit seiner Partnerin Myriam die Leitung der Herberge. Die Anlage wurde kurz darauf einer Modernisierung unterzogen, sie gilt heute gilt sie als gut ausgestattetes Refugium für Wanderer und Ausflügler.
Neben dem Betrieb der Herberge verantworteten Bou und seine Partnerin auch die Küche. Zu den Highlights des Restaurants gehörte ein vor Jahren ins Leben gerufenes Dinner: ein Menü unter freiem Himmel auf der Hochebene vor der Kapelle. "Vor zwei Sommern haben wir rund tausend Menüs serviert, fast ausschließlich für Mallorquiner", sagt Bou rückblickend.
Der Alltag auf dem Castell d’Alaró sei von den besonderen Bedingungen des Ortes geprägt gewesen, so Bou. Die Herberge ist nur zu Fuß erreichbar, Versorgung und Material müssten über den Bergpfad hinaufgebracht werden.