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Bei Berühren Entzündung: Dieses gefährliche Insekt treibt derzeit auf Mallorca sein Unwesen

Besonders Kinder und Hunde sollte in der Nähe von Kiefern vorsichtig sein. Die Stadtverwaltung von Palma sowie die Gemeindeverwaltung von Calvià ergreifen Maßnahmen

Ende des Winters ist sind die Prozessionsraupen ausgewachsen und klettern von den Kiefern herunter, um sich im Boden zu vergraben, wobei sie die charakteristischen Prozessionen bilden | Foto: R. I.

| Palma, Mallorca |

Das Gesundheitsamt der Stadtverwaltung von Palma de Mallorca hat noch bis März zu besonderer Vorsicht in öffentlichen Grünanlagen, Parks und Gärten mit Kiefern wegen der Prozessionsspinnerraupe aufgerufen. Bereits der einfache Kontakt mit den Brennhaaren der Insekten kann allergische Reaktionen hervorrufen. Anfang Februar ist die Prozessionsspinnerraupe in den Wald- und Stadtgebieten der Balearen in diesem Jahr erstmals aufgetaucht. Das meldet das Nachrichtenportal "Crónica Balear".

Kinder und Haustiere sind die am stärksten gefährdeten Gruppen, da sie häufig in Parks, Gärten und bewaldeten Gebieten spielen oder spazieren gehen, wo die Prozessionsraupe von den Kiefern herabsteigt und die charakteristischen "Prozessionen" bildet, um sich im Boden zu vergraben. Die Empfehlungen für die Bevölkerung lauten, die Raupen und Kokons niemals zu berühren und bei Symptomen nach einem möglichen Kontakt sofort einen Arzt aufzusuchen. Außerdem wird empfohlen, sich nicht unter Kiefern aufzuhalten, insbesondere an windigen Tagen.

Was Haustiere betrifft, so sind Hunde am stärksten dem Risiko des Kontakts mit der Raupe und ihrer entzündlichen Wirkung ausgesetzt. Wie der Tierarzt Manu Ruiz erklärt, sind Hunde, insbesondere Welpen, aufgrund ihrer Neugierde am stärksten betroffen. Es sind Hunde, die am häufigsten an dem Insekt schnüffeln oder es beißen, sodass sie mit den Brennhaaren in Kontakt kommen, was zu Entzündungsreaktionen führt. Konkret kommt es zu einer sehr starken Überempfindlichkeitsreaktion, erklärt Ruiz, die sofort wahrnehmbar ist.

Am besten Kiefernwälder meiden

Wenn ein Hund mit der Raupe in Kontakt kommt, beginnt er zu sabbern, sein Maul und seine Nase schwellen an und sogar sein ganzes Gesicht kann anschwellen, was die Reaktion "leicht erkennbar" macht. In diesem Fall empfiehlt der Tierarzt, den Bereich vorsichtig mit lauwarmem Wasser zu waschen, um keine Reaktion auszulösen, und wenn dies nicht möglich ist oder sich der Zustand verschlimmert, einen Tierarzt aufzusuchen. Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt der Tierarzt, zu dieser Jahreszeit Spaziergänge in Kiefernwäldern zu vermeiden.

Gerade in dieser Woche haben die Stadt- und Gemeindeverwaltungen von Palma und Calvià im Rahmen der Kampagnen zur Bekämpfung des Schädlingsbefalls Maßnahmen in den Wäldern durchgeführt: Im Fall von Palma entfernt das Rathaus die Raupennester und verbrennt sie anschließend, um so weit wie möglich zu verhindern, dass die Raupen auf den Boden gelangen. In Calvià werden vom 17. bis 28. Februar Nester durch den Einsatz von Schallpatronen auf sichere und kontrollierte Weise beseitigt.

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