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Passagiere und Crewmitglieder angegriffen: Pöbel-Passagier muss Ryanair 15.000 Euro zahlen

Der Mann randalierte derart an Bord, dass sogar eine Zwischenlandung notwendig gewesen war. Jetzt ist er zu Schadenersatz verurteilt worden

Die irische Billie-Airline will ihre "Null-Toleranz-Politik" weiter strikt verfolgen | Foto: RYANAIR

| Spanien |

Eine völlig aus dem Ruder gelaufene Flugreise ist diesem Mann jetzt teuer zu stehen gekommen: Ein Pöbel-Passagier ist am Dienstag vor einem Gericht im irischen Dublin verurteilt worden, er muss der Billig-Airline Ryanair Schadenersatz in Höhe von 15.000 Euro zahlen. Auf einem Flug von Dublin zur spanischen Kanaren-Insel Lanzarote hatte der Fluggast im April 2024 derart gestört, dass eine Umleitung des Flugzeugs in die portugiesische Stadt Porto notwendig gewesen war. Seitens der Fluggesellschaft wurde die Entscheidung des Gerichts "begrüßt", man verfolge weiter die "Null-Toleranz-Politik" gegenüber randalierenden Passagieren.

Der Vorfall von April 2024 hatte weitreichende Konsequenzen: Die Umleitung wegen des störenden Fluggastes auf dem Spanien-Flug führte laut Ryanair zu einer Übernachtungsverspätung. Die dadurch entstandenen Kosten für Unterkunft, Passagierausgaben und Landung beliefen sich nach Angaben der Fluggesellschaft auf rund 15.000 Euro. Deshalb war das Verfahren eingeleitet worden, der Passagier muss diese Kosten nun erstatten. An Bord hatte der Mann andere Passagiere sowie Crewmitglieder angegriffen.

Strikte Null-Toleranz-Politik

In einer Pressemitteilung gab die Fluggesellschaft Ryanair nicht nur das Urteil des Dubliner Gerichtes in dem Fall bekannt, sondern erklärte: Man setze sich dafür ein, dass alle Passagiere und Besatzungsmitglieder in einer angenehmen Umgebung reisen können, frei von unnötigen Störungen durch eine kleine Zahl randalierender Fluggäste. "Die Fluggesellschaft verfolgt eine strikte Null-Toleranz-Politik gegenüber Fehlverhalten von Passagieren und wird weiterhin Maßnahmen ergreifen, um störendes Verhalten an Bord zu unterbinden, zum Schutz der überwiegenden Mehrheit der Passagiere, die Flüge nicht stören." Das Urteil unterstreiche die "ernsthaften Konsequenzen", die randalierenden Fluggästen drohen können.

In der Vergangenheit ist es auch bei anderen Flügen vor allem zwischen englischsprachigen Ländern und spanischen Flughäfen wie etwa Ibiza immer mal wieder zu Zwischenfällen gekommen – von Schlägereien bis zu obszönen Gesten. Ähnliche Fälle gibt es auch auf Verbindungen zwischen Deutschland und Mallorca. Wie andere Airlines mit betrunkenen und störenden Passagieren an Bord umgehen, können Sie hier nachlesen.

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